10.02.2013

Schretzmeiers Vorwort März 2013

Liebes Publikum

Herzlichen Dank für die große Resonanz auf mein Editorial vom letzten Monat. Natürlich ging es um den Dauerbrenner Stuttgart 21 und darum ob bei einem so wichtigen Thema für eine Kultureinrichtung wie das Theaterhaus, Zurückhaltung oder „Meinung-sagen“ angebracht ist. 95 % sind für „Meinung-sagen“, auch wenn man selbst anders denkt. Das ist prinzipiell höchst erfreulich, zeigt es doch die Offenheit des Theaterhaus-Publikums. Da sich das Management der Deutschen Bundesbahn mehr und mehr selbst zerlegt und allen Anhängern des Projektes das Leben schwer macht, möchte ich heute keine eigene Kommentierung vornehmen. Jede und jeder der dieses Thema interessiert verfolgt, hat ausreichend Möglichkeit seinen Standpunkt zu überprüfen. Am 23. Februar gibt es auf dem Stuttgarter Schlossplatz Gelegenheit weitere Informationen zu erhalten.
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13.03.2011

SCHRETZMEIERS VORWORT 4//2011

LIEBES PUBLIKUM,

Würde man das ganze Geld, das in das Wahnsinnsprojekt S21 gebuddelt werden soll, der Förderung von erneuerbarer Energie – Sonne, Wind, Wasser – zugute kommen lassen und nicht, wie die Bundesregierung es getan hat, streichen, die Atomkraft wäre mittelfristig ersetzbar. Insofern gibt es eine direkte Linie zwischen dem Ereignis, das uns augenblicklich so schmerzhaft die Augen öffnet und dem Milliardengrab Stuttgart 21. Diese Zeilen werden am 13.3. geschrieben, die Nachrichten aus Japan geben scheibchenweise Einblick in die wahren Ereignisse und deren Auswirkungen. Sukzessive wird einem klar, was für Dimensionen dieses Erdbeben und die Folgen daraus, annehmen wird.Die Naturkatastrophe allein ist schon Apokalypse genug, jetzt noch die Gefahr eines Atomunfalls im Tschernobyl-Ausmaß.

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29.01.2011

19. Stuttgarter Kabarettfestival

vom 18. bis 28. März 2011

ERÖFFNUNGSGALA

Freitag, 18. März 2011, 20 Uhr

ERSTMALIG IM THEATERHAUS

Kabarett-Menü in fünf Gängen

Politisch, musikalisch, literarisch – gut !

kabaeroeffnung

Gleich fünfmal Humor der Güteklasse A gibt’s zur Eröffnung des Stuttgarter Kabarettfestivals 2011 im großen Saal des Theaterhauses. Die Erzeugergemeinschaft Stuttgarter Kabarett präsentiert einen Gala-Abend mit hochwertigen satirischen Genussmitteln in den Geschmacksrichtungen Politik, Poesie, Lied und Literatur:

Alfred Dorfer
Scharfsinnige Satire aus Wien

Horst Evers
Aberwitz aus Berlin

Uta Köbernick
Poetischer Realismus aus Zürich

Jochen Malmsheimer
Komische Naturgewalt aus Essen

PauL
Poesie aus Leidenschaft

Freuen sich auf ein fulminantes Kabarett-Menü, angerichtet von der Stuttgarter Erzeugergemeinschaft, den Kleinkunstbühnen Renitenztheater, Rosenau, Laboratorium, Theaterhaus und Merlin.

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14.11.2010

SCHRETZMEIERS VORWORT 12//2010

LIEBES PUBLIKUM,

Ein wahrhaftig ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Wer hätte anfangs des Jahres gedacht, dass Stuttgart elf Monate später zum Inbegriff von politischer Leidenschaft, Vitalität und kreativem Ungehorsam wird. Ganz Deutschland und Europa reibt sich die Augen. Was ist denn da plötzlich so anders, so lebendig: Die Bürgerbewegung gegen S21 und für eine verantwortungsvolle Zukunft ist der Grund. Keine Zeitung, kein TV-Sender der nicht darüber berichtet. Die lustvoll-mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerbewegung K21 sind die besten Werbeträger dieser Stadt. Die Repräsentanten der Bewegung K21 beweisen bei den laufenden Schlichtungsgesprächen, dass die Kritik an S21 vielfältige Gründe hat, dass der Kopfbahnhof mindestens so leistungsfähig ist wie der im Keller.

Interessant auch folgender Vergleich: Die Fahrtzeit von Stuttgart nach Paris beträgt 4 Std. 24 Minuten. Von Stuttgart nach Straßburg sind es 158km, dafür braucht der Zug 2 Std. und 6 Minuten. Von Straßburg nach Paris sind es 487 km, drei mal soviel, dafür braucht der Zug lediglich 2 Std. 18 Minuten, gerade mal 12 Minuten länger. Die französische Bahn ist mehr als doppelt so schnell wie dir marode DB. Wie man sieht: Deutschland hat kein Bahnhofsproblem, sondern veraltete Gleise. Kein Wunder wenn die ICE-Räder dauernd kaputt gehen und das durchgeschüttelte Zugpersonal blaue Uniformen trägt, damit man die Hämatome nicht so deutlich sieht. Der Vergleich ist dem Artikel „Aus dem Stuttgarter Kessel dringt Lärm“, von Vincent Klink, erschienen Anfang November in der Stuttgarter Zeitung, entnommen.

Und wenn wir schon im Ländervergleich sind: Die TGV-Bahnstrecke Paris-Bordeaux (600 km, 3 Std. Fahrzeit) kostet 69 Euro. Vergleichbar die ICE-Strecke München-Hannover (600 km, 4,5 Std. Fahrzeit) Kostenpunkt 119 Euro! Das Thema wird uns nicht loslassen. Warten wir das Ende der Schlichtungsgespräche ab. Vermutlich werden die Demonstrationen gegen Stuttgart 21 wieder zunehmen.

Liebes Publikum, noch befinden wir uns im Jubiläumsjahr des Theaterhauses. 25 Jahre Theaterhaus sind bis zum 28.3.2011 zu feiern. Im Programmheft März 2010 habe ich unseren Geburtstagswunsch wie folgt beschrieben: An die Adresse der politisch Verantwortlichen dieser Stadt. Im Vorwort Juni 2009 schrieb ich von der Unmöglichkeit, dass es bis heute gegenüber dem Hauptbahnhof den „Hindenburgbau“ gibt. Jener Paul von Hindenburg, der als Reichspräsident am 30.1.1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt und später das „Ermächtigungsgesetz“ unterzeichnet hat, das die rechtliche Grundlage zur Errichtung der Nazi-Diktatur darstellte. Diese Symbolfigur der Demokratiefeinde hat keinen Platz in Stuttgart zu haben. Nun berichtet am 6.11.10 die Stuttgarter Zeitung, dass der Stuttgarter Gemeinderat und Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster nach der Aberkennung der Ehrenbürgerwürde für Paul von Hindenburg, auch den Schriftzug am Gebäude Arnulf-Klett-Platz 1 – 3 entfernen ließ.

Unser Geburtstagswunsch ist in Erfüllung gegangen, dafür danken wir dem Stuttgarter Gemeinderat und dem Stuttgarter OB Dr. Wolfgang Schuster. Auch darauf kann Stuttgart nun stolz sein.


Das Dezember-Programm präsentiert wieder viele bemerkenswerte Ereignisse.

Am 1.12. die Premiere der neuen Schauspielproduktion des Theaterhauses „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“, eine komisch-böse-polemische Geschichte, nichts für schwache Nerven!

Am 3.12.  eine weitere Premiere: Walter Sittler mit seinem neuen Kästner-Abend „Vom Kleinmaleins des Seins“.

Nicht vergessen, dass das Komiker-Urgestein Didi Hallervorden am 1.12. seine Scherze präsentiert.

Und am 22.12. das legendäre Golden Gate Quartet zu sehen und zu hören sein wird

Besonders willkommen sind uns die Delegierten des 1. Bundeskongresses der freien darstellenden Künstler, der vom 9. bis 12.12. im Theaterhaus stattfindet.  Parallel dazu wird der jährliche Stuttgarter Theaterpreis zu sehen sein. Dieses Jahr ist die Sparte Tanz an der Reihe.

7 Produktionen bewerben sich um die Preise im Gesamtwert von 15000,- Euro.

Und zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass Martin Luding am 25.12. seine

600. (!!) Vorstellung als Caveman präsentieren wird. Eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen, geprägt von der großen Qualität des Darstellers Martin Luding. Er lebe hoch!

Das Theaterhaus wünscht Ihnen, liebes Publikum, alles, alles Gute und einen wunderbaren Übergang ins neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen.

Herzlichst, Ihr Werner Schretzmeier

02.12.2009

Gutachten zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung

Am gestrigen Dienstag haben die Geschäftsführer des Theaterhauses Werner Schretzmeier und Willi Friedmann zusammen mit Prof. Thomas Knubben und Dr. Petra Schneidewind vom Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg das “Gutachten zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung des Theaterhauses Stuttgart” Vertretern der Presse vorgestellt.

Das Gutachten, das zwischen September 2008 und September 2009 enstand (und schon vor der Krise in Auftrag gegeben wurde!), beleuchtet

1. Das Theaterhaus als Wirtschaftsfaktor

2. Die Meinung der Gäste in einer umfangreichen Besucherbefragung

3. Ein Management-Informationssystem, das der zielorientierten Steuerung des Hauses dient. 

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