Kategorie-Archiv: Theaterhaus Schauspiel

Schretzmeiers Vorwort 11//2015

Liebes Publikum!
Das Thema über die vielen Menschen, die auf der Flucht sind und neben anderen Ländern, Deutschland als ihr Ziel sehen, begleitet uns in der Zwischenzeit tagtäglich und wird nun auch politisch – je nach Interessenslage – instrumentalisiert. Würde es dem einen oder anderen Lautsprecher in dieser Frage um konstruktive Lösungen gehen, müsste nicht permanent die Erregensmaschine angeworfen werden. Diese Energie sollte zur Problemlösung verwandt werden. Solange die Einrichtung einer Flüchtlings-Koordinierungsstelle im Kanzleramt heftigste öffentliche Diskussionen auslöst, ob damit der Bundesinnenminister entmachtet worden ist oder nicht, scheint in Anbetracht der Notsituation in vielen Gemeinden und Städten, das Gesamtproblem doch nicht so existentiell zu sein. Ist es aber! Davon können die in die Hunderttausend gehende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, ein kräftiges Lied singen. Diesen Menschen zu danken ist mir und der ganzen Belegschaft des Theaterhauses eine Herzensangelegenheit. Allein in Stuttgart sind es weit über Tausend Frauen und Männer, inklusive der vielen jugendlichen Helferinnen und Helfer. Schretzmeiers Vorwort 11//2015 weiterlesen

Theaterhaus Schauspiel im Schaufenster der Kulturgemeinschaft

Letzte Woche wurde dem Schaufenster der Kulturgemeinschaft (Theodor-Heuss-Straße 21) von unserer Ausstattungsabteilung ein neuer Look verpasst!
Präsentiert wird von nun an die neue Theaterhaus Schauspielproduktion „Auch Deutsche unter den Opfern“ von Tuğsal Moğul.
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Auf dem rechten Auge blind – diese Tradition der deutschen Behörden von Polizei und Justiz nimmt Tuğsal Moğul in seinem Stück zum Anlass, Aufklärung darüber herzustellen. „Auch Deutsche unter den Opfern“ beleuchtet die Geschehnisse und stellt Fragen. Hätten die Behörden anders reagiert, wenn die Opfer deutsche Mitbürger gewesen wären? Was war die Rolle des Staates in dieser Mordserie? Wo bleibt das Aufarbeiten des Klüngels zwischen Verfassungsschutz, V-Männern, NPD und NSU??

Regisseurin Janet Stornowski interessieren die Hintergründe dieser Geschichte, die nicht nur menschliche, sondern auch politische Abgründe offenbart.

Es spielen:  Katja Schmidt-Oehm, Ema Staicut, Aron Keleta und Yavuz Köroglu

PREMIERE am 19.9.2015
Weitere Termine: 20. – 22.9.2015
Karten gibt es hier!

Der Preisregen geht weiter

Bei den 4. Privattheatertagen in Hamburg haben zwei Produktionen, produziert und koproduziert vom Theaterhaus, den Monica-Bleibtreu- Preis gewonnen. In der Kategorie „Zeitgenössisches Drama“ ging der Preis an „Ich werde nicht hassen“, eine Theaterhaus-Schauspielproduktion unter der Regie von Ernst Konarek mit Mohammed-Ali Behboudi in der Hauptrolle. Das Monologstück über den palästinensischen Gynäkologen Dr. med. Abuelaish, der bei einem Angriff der israelischen Armee drei seiner Töchter und seine Nichte verlor ist ein Plädoyer für die Verständigung und Versöhnung mit Israel und läuft als Repertiore—Stück regelmäßig im Theaterhaus.

Und in der Kategorie „Komödie“ gewann die koproduzierte Aufführung „Haydi!“ der Familie Flöz.
Seit vielen Jahren schon sind die Produktionen der Familie Flöz exklusiv im Südwesten am Theaterhaus zu sehen, oft als Koproduktion entstanden. So auch das jüngste Stück „Haydi!“, das im November 2014 im Theaterhaus Uraufführung erlebte und am 11. Oktober wieder zu sehen ist.

Theaterhaus Schauspiel on the road: „Ich werde nicht hassen“ zu Gast im Berliner Schlosspark Theater.

Theaterhaus Schauspiel on the road:
„Ich werde nicht hassen“ zu Gast im Berliner Schlosspark Theater.

In diesem schönen Theater spielt heute Abend Mohammad-Ali Behboudi das bewegende Leben des palästinensischen Arztes Izzeldin Abuelaish. Wir wünschen eine schöne Vorstellung und schicken herzliche Grüße nach Berlin.
Morgen geht es dann weiter nach Hamburg: am 18.6. gastiert „Ich werde nicht hassen“ in den Hamburger Kammerspielen im Rahmen der 4. Privattheatertage. Als eine von vier eingeladenen Theaterproduktionen von Privattheatern in ganz Deutschland gehen wir in der Kategorie „(Zeitgenössisches) Drama“ ins Rennen um den renommierten „Monica Bleibtreu Preis“ – Daumen drücken!!

SCHRETZMEIERS VORWORT 10//2014

Liebes Publikum!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu – Hallo! Welcher Sommer ist gemeint? Dieses Jahr, letztes Jahr? Alle beide waren doch kein Sommer. Liegt da eine Verwechslung vor? Ist Dr. Sommer, der Aufklärungspapst von der „Bravo“ gemeint oder was? – Das Wetter ist gemeint, aber trotzdem schönen Dank für das Stichwort „Doktor“ Sommer. Ein schöner Übergang, beginnt der Monat Oktober doch programmatisch mit dem Theater- und Aufklärungsklassiker „Was heißt hier Liebe?“. 1976 vom Theater Grütze in Berlin uraufgeführt, begann dieses Stück 13 Jahre später, am 4. Oktober 1989, einen weiteren Siegeszug: 25 Jahre ununterbrochen im Theaterhaus-Spielplan. Sieben sich immer weiterentwickelten Inszenierungen entstanden in dieser Zeit im Theaterhaus. War das Original 1976 noch 3,5 Std lang, 1978 noch knapp 3 Stunden (diese Fassung wurde filmisch dokumentiert und wird am 3.10. als Film in Halle T4 gezeigt), ist heute die 7. Theaterhaus-Inszenierung gerade mal 100 Minuten lang. Für die erste TH-Fassung von „Liebe“ waren zwei Autoren des Stückes, Holger Franke und Günter Brombacher, verantwortlich, die weiteren sechs Inszenierungen wurden alle von Günter Brombacher realisiert. Günter ist vor zwei Jahren gestorben, aber seine Regiearbeit für „Was heißt hier Liebe?“ bleibt aktuell sichtbar, spürbar. Erlebbar für Sie, liebes Publikum am 4.10. in Halle T2. SCHRETZMEIERS VORWORT 10//2014 weiterlesen

Schretzmeiers Vorwort Februar 2014

Liebes Publikum!

Heute bleibt das Editorial frei von S21-Bemerkungen. Ich gestehe, es fällt mir schwer, denn zu ungeheuerlich ist der gesamte Vorgang im Angesicht von Finanzproblemen der öffentlichen Hand, die dann doch wieder auf die Bereiche Kunst, Kultur und Soziales abgewälzt werden. Dieses ewig gleiche Spiel, das die Politik Haushaltsplan für Haushaltsplan betreibt. Man hofft bei jeder Wahl, dass es danach besser wird, dass die Automatik der Unverhältnismäßigkeit durchbrochen wird. Ein Trugschluss. Die Pfründe bleiben bestehen, der Reformwille ist schnell vorbei. Und 2014 gibt es die nächste Wahl: Am 25.5. werden in Baden-Württemberg die Gemeinderäte neu bestellt. Am selben Tag findet die Europawahl statt. Und wieder hoffen die Kulturschaffenden, hoffen die sozial engagierten Bürgerinnen und Bürger auf bessere Zeiten. Ich will mich bzw. das Theaterhaus, davon nicht ausnehmen. Ob man will oder nicht, es wird weitergehofft. Aber es gibt auch Gewissheiten: Der Dezember 2013 wird in die Theaterhaus-Analen eingehen. Mit 35.000 Besucherinnen

und Besuchern übertrifft er alle bisher erzielten Monatsergebnisse. Daran wollen wir im neuen Jahr anschließen und der Januar 2014 könnte in die Nähe des Dezember kommen. Mit soviel Schwung fällt es leichter, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Schretzmeiers Vorwort Februar 2014 weiterlesen

Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Dass die Todesstrafe ein nicht zu tolerierendes Urteil ist, ist wohl allgemein bekannt. Dennoch gibt es überall auf der Welt noch Staaten, in denen sie zum juristischen Alltag gehört. Heute, am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe soll auf diesen offensichtlichen Missstand hingewiesen werden.

Das Theaterhaus bietet zu diesem Thema zeitnah  zwei Veranstaltungen an:

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Am 10.11.2013 findet die alljährliche Friedensgala im Theaterhaus statt, bei der der Einsatz gegen Gewalt und das Vergessen dieser besonders geehrt wird. Informationen dazu finden Sie hier.

Desweiteren bietet die Theaterhaus Schauspielproduktion „Die zwölf Geschworenen“ auch eine Möglichkeit, sich mit dem Für und Wider der Todesstrafe zu beschäftigen. Die nächste Vorstellung findet am 24.11.2013 statt, einen Vorgeschmack davon gibts auf YouTube.

Für die persönliche Diskussion zur Todesstrafe – es gibt noch immer Befürworter!- hier eine Liste mit 10 guten Gründen gegen die Todesstrafe. Zusammengestellt von Amnesty International.

Gewinnspiel – "Der Gott des Gemetzels"

Hier das neue Plakat zu „Der Gott des Gemetzels“ bei uns im Theaterhaus

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Irgendetwas ist da doch anders, oder?

Wer die entscheidende Änderung herausfindet hat die Chance auf 2 Eintrittskarten für „Der Gott des Gemetzels“ am 20.10.2013!

Die Antwort einfach bis zum 2.10.2013 an kbb@theaterhaus.com , der Gewinner wird via E-mail benachrichtigt.

Mitarbeiter des Theaterhauses sind von diesem Gewinnspiel leider ausgeschlossen.

Viel Glück!

Weltkindertag – Frau Müller muss weg!

Heute im Programm des Theaterhauses:

Frau Müller muss weg! – von Lutz Hübner

FrauMueller_ReginaBrocke_71Wie passend am 20. September – dem Weltkindertag. Dieser steht im Jahr 2013 übrigens für UNICEF unter dem Motto „Chancen für Kinder“. Die Menschenrechtsorganisation möchte auf das Recht der Kinder auf gleiche Chancen im Bildungssystem hinweisen. Welche Aktionen dafür geplant sind finden Sie auf der Internetseite von UNICEF.

Lutz Hübner äußert sich im Übrigen folgendermaßen über gleiche Chancen im Bildungssystem:

„Am Elternabend zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen – soziale Vermischungen schön und gut, aber doch nicht in der Klasse meines Kindes!“

Als kleinen Vorgeschmack von „Frau Müller muss weg!“ finden Sie den Trailer auf YouTube.

„Frau Müller muss weg!“ – am 20.//21.09.2013 jeweils um 20:30.

Und wem das zu kurzfristig ist: am 17.10.2013 um 20:15 und am 18.10.2013 um 20:30.

WAS HEISST HIER LIEBE? unterwegs: ein Besuch an der Hardtschule Ebersbach

Mit so viel Enthusiasmus wird man nicht oft begrüßt: schon auf dem Parkplatz werden wir von zwei Schülern in Empfang genommen, im Klassenzimmer stehen Brezeln und Kaffee bereit. Zehn Schüler der Förderschule an der Hardtschule in Ebersbach an der Fils haben im November 2012 eine Vorstellung der Theaterhaus-Schauspielproduktion WAS HEISST HIER LIEBE? besucht und waren so hin und weg, dass sie uns baten, sie an ihrer Schule zu besuchen. Dem sind wir gerne nachgekommen – und so haben sich die beiden Schauspieler Levent Gürsoy und  Yavuz Köroglu den Fragen von Annalena, Matze, Julia, Medine, Pascal, Janina, Tizian, Tamara, Marcel und Andy gestellt.

Wie lange spielt ihr das Stück schon am Theaterhaus? Seit wann seid ihr mit dabei? Wie funktioniert das, wenn ihr eine Schauspielerin küssen sollt, die ja gar nicht Eure echte Freundin ist? Und: Wie ist das, vor 300 Zuschauern auf der Bühne zu stehen? Schämt man sich da? Diese Frage geht vor allem an Levent, der den Paul im Stück spielt und dabei einen kurzen Moment komplett nackt auf der Bühne steht. Kurzes Kichern in der Runde, und zehn aufmerksame Augen schauen erwartungsvoll auf „Paul“. „An einem nackten Menschen ist nichts schlimmes“ sagt er. „Und wenn ich auf der Bühne stehe, spiele ich eine Rolle, bin ich Paul und nicht Levent.“

Die Schüler haben sich schon vor unserem Besuch über Ihre Eindrücke von WAS HEISST HIER LIEBE? ausgetauscht und sich die Frage gestellt, ob und wann sie später einmal Kinder haben möchten. Trotz der unterschiedlichen Antworten darauf, in einem sind sie sich einig: Ohne Liebe geht da gar nichts.

Das ist doch was! Wir machen uns auf den Heimweg ins Theaterhaus, die Schüler gehen in die nächste Stunde. Ihnen allen möchten wir ein großes Dankeschön sagen für den herzlichen Empfang, auch ihrem engagierten Lehrer Ludwig Reinelt – und wir sehen uns, bei Eurem nächsten Besuch im Theaterhaus!

Für die Januar-Termine WAS HEISST HIER LIEBE? gibt es noch Karten, der Februar ist im Verkauf. Und ein Tipp: aufgrund der großen Nachfrage haben wir im Februar eine Abendvorstellung angesetzt, also schnell Karten reservieren.

http://www.theaterhaus.de/theaterhaus/index.php?id=1,3,30