09.02.2010

Die vorbildliche Kultureinrichtung

So lautet die Überschrift eines Artikels in der aktuellen Ausgabe des KM Magazins, dem ausführlichen und hochwertigen monatlichen Newsletter des Kulturmanagement Networks. Gemeint ist das Theaterhaus Stuttgart. Auf gut fünf Seiten berichten die Leiter des “Gutachtens zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung des Theaterhauses Stuttgart” – Prof. Dr. Thomas Knubben und Dr. Petra Schneidewind vom Institut für Kulturmanagement Ludwigsburg – über Inhalte und Hintergründe der ca. einjährigen Untersuchung. KM Magazin Seite

Einleitend heißt es:

Das Theaterhaus Stuttgart ist eine einzigartige Einrichtung in der Kulturlandschaft. Das Haus besteht inzwischen seit 25 Jahren und hat sich zum größten soziokulturellen Zentrum Europas entwickelt. Was einst bescheiden im Stuttgarter Stadtteil Wangen begann, ist heute ein Superlativ und das ist im Bereich der soziokulturellen Zentren eine echte Rarität. Doch die Verantwortlichen des Theaterhauses analysieren und hinterfragen auch dann, wenn der Betrieb gut läuft, sie ruhen nicht und setzen sich mit den zukünftigen Chancen und Risiken auseinander. Bereits 2008 entschieden sich die Macher, beim Institut für Kulturmanagement Ludwigsburg ein Gutachten in Auftrag zu geben, welches Aussagen zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung des Theaterhauses Stuttgart macht.”

Prof. Knubben geht zunächst auf die Besucherbefragung ein. Musik in den Ohren jedes Theaterhaus-Mitarbeiters dürften diese Zeilen sein:

“Gerade im Vergleich mit der vorangegangenen Besucherbefragung kann das Theaterhaus außerordentlich hohe Zufriedenheitswerte im Hinblick auf die Programmgestaltung, auf die Eintrittspreise, die Atmosphäre und den Service verbuchen. Dies deckte sich durchaus mit den Wahrnehmungen, die man auch beim ersten Besuch im Haus feststellen kann: großer Andrang, volle Säle, akzeptable Preise, freundliche Menschen.”

Auch die ökonomische Leistung kann sich sehen lassen, so Knubben weiter:

“Hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedeutung konnte nachgewiesen werden, dass das Theaterhaus Stuttgart neben seinen 70 selbst angestellten Mitarbeitern mehr als 170 weitere Arbeitsplätze durch seine Aktivitäten unterhält und damit eine regelrechte Jobmaschine darstellt. Was die Rentabilität der öffentlichen Förderung angeht, wurde ersichtlich, dass den institutionellen Zuschüssen von Stadt und Land in Höhe von rd. 1,75 Mio. € pro Jahr Rückflüsse an Steuern und Abgaben von mindestens
3 Mio. € gegenüberstehen. Und dies bei einem sehr vorsichtigen und äußerst kritischen Berechnungsmaßstab.”

Willi Friedmann, Geschäftsführer und Verwaltungsleiter des Hauses, schildert die Hintergründe für das Projekt:

“Auslöser für die Beauftragung des Gutachtens beim Institut für Kulturmanagement war die Idee des Theaterhaus-Leiters Werner Schretzmeier, neben der Neuauflage der Besucherbefragung von 1997 auch eine ökonomische Sicht auf das Haus zuzulassen. Zum einen sozusagen aus der Vogelperspektive die Frage zu stellen „Was gibt das Theaterhaus der Volkswirtschaft zurück?“. Zum anderen die interne Sicht: indem wir unsere betriebswirtschaftlichen Abläufe auf den Prüfstand stellen und optimieren lassen wollten. Letzteres insbesondere unter dem Aspekt, ein Instrumentarium zu entwickeln, mit dessen Hilfe programmatische Entscheidungen nicht nur „aus dem Bauch heraus“, sondern aufgrund solider betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden können.”

Die praktischen Apekte schildert er wie folgt:

“Die entstandenen Instrumente helfen uns auf mehreren Ebenen. Frau Schneidewind hat den geringeren Zeitaufwand genannt, das ist im Alltagstrubel wirklich ein großes Plus, wenn ich mich mehr mit der Datenanalyse als mit deren Beschaffung beschäftigen kann. Aber wir wissen jetzt auch mehr als vorher, können dieses Wissen schneller und flexibler nutzen und damit viel genauer sowohl Standardberichte erstellen als auch auf individuelle Anfragen des Theaterleiters antworten. Durch die Integration der erschiedenen Datenebenen können wir auch schon jetzt in der Planung anfangen, eine echte zielorientierte Budgetsteuerung zu implementieren. Für den Ausbau zum vollwertigen Controlling haben wir uns zwar drei bis fünf Jahre Zeit gegeben, aber wir sehen bereits jetzt große Fortschritte. Frau Schneidewind und Herr Schößler haben uns hier einige Werkzeuge erstellt, an denen wir noch immer neue Möglichkeiten entdecken, bisher aufwändige und eher handgemachte Analysen systematischer und zielgerichteter zu bearbeiten. Für die Berichterstattung an den Vorstand des Theaterhaus-Vereins stehen uns nie dagewesene Möglichkeiten zur Verfügung. Das Management-Informationssystem in das Gutachten einzubauen hat sich also auf jeden Fall gelohnt.”

Frau Dr. Schneidewind dazu abschließend:

“Mit dem im Rahmen des Gutachtens erstellten Managementinformationssystem hat das Theaterhaus seine aktuelle Situation sowie die laufende Spielzeit in einem zahlenmäßigen Abbild aufbereitet. Dieses Maß an betriebswirtschaftlicher Ausstattung hat in der kulturellen Szene nach wie vor Pilotcharakter.”

Theaterhaus_Stuttgart_Pragsattel2Bereits wenige Tage nach dem Erscheinen des KM Magazins sind verschiedene Kultureinrichtung aus ganz Deutschland Willi Friedmanns Angebot gefolgt, sich über die Entwicklung solcher betriebswirtschaftlichen Instrumente in Kulturbetrieben auszutauschen. Und das gilt weiterhin, genauso wie das Angebot, die zusammenfassende Broschüre des Gutachtens beim Theaterhaus zu bestellen. Sollte auch Ihr Interesse geweckt worden sein: willi.friedmann@theaterhaus.com

Das Magazin können Sie hier abonnieren oder im Archiv vergangene Ausgaben herunterladen.

20.01.2010

Übers Bloggen bloggen. Erste Erfahrungen mit dem Theaterhaus Blog.

Seit ziemlich genau drei Monaten führt das Theaterhaus nun dieses Blog. Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht. Es war gleichzeitig auch der Startschuss für die Nutzung anderer Social Media-Kanäle: Twitter, Facebook und anderen widmen wir uns in kommenden Beiträgen, die dann vielleicht auch nicht mehr so lang sein werden. ;)

Eine Einführung in das Social Media Marketing oder gar eine kritische Auseinandersetzung über das Web2.0 an sich überspringen wir an dieser Stelle beflissentlich, es soll nur ein kleiner Erfahrungsbericht sein.

Hier also ein Versuch, die Dinge zu beschreiben, die uns zu Beginn unseres Bloggerlebens beschäftigt haben. Die Binsenweisheit, dass es zuallererst einen Impuls braucht, also jemanden, der das Thema in der Organisation anstößt und vorantreibt, überspringen wir ebenfalls, auch wenn das wahrscheinlich trotzdem ein entscheidender Punkt ist. Vielleicht können wir ja dem Credo unseres “Gutachtens zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung” gerecht werden, und anderen Kultureinrichtungen Mut machen, es auch zu versuchen.

Erfolgsfaktor Kultur

Bevor das Bloggen beginnt sollte natürlich geklärt werden, wozu es überhaupt genutzt werden soll, wie man es richtig angeht, was man beachten sollte und – sehr wichtig – wer es betreuen kann. Dazu gibt’s zahlreiche Anleitungen, Empfehlungen und Tipps, standesgemäß mehrheitlich in einschlägigen Blogs. Je länger man recherchiert, desto knackiger scheinen die Ratschläge zu werden: Von “21 Tipps zum Blog-Start” über “10 Tipps um sein Blog bekannt zu machen” und “7 Tipps für ein erfolgreiches Business Weblog” bis “4 Steps to Social Media Success“. Ach ja, und all das, was man nicht tun sollte, die No-Nos, wollen wir natürlich nicht vergessen. Differenzierter und hilfreicher waren da schon eher branchennahe Blogs wie das Kulturmanagement Blog, das Kulturmarketing Blog oder Kultur2.0, um nur einige wenige zu nennen. Zusätzlich haben wir uns mit guten alten Schulungen qualifiziert, oder durch die Teilnahme an der stART09, der ersten Konferenz zu Web2.0 im Kulturbereich.

Die meisten Diskussionen über Erfolgsfaktoren von Blogs in Kulturbetrieben lassen sich aber tatsächlich auf einen Punkt bringen, ohne den gar nichts geht: die Kultur, d.h. eine entsprechende Organisationskultur, oder Unternehmenskultur, wenn man so will, schließlich müssen auch Kulturbetriebe mehr oder weniger planvoll am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen. Um Social Media sinnvoll einzusetzen, ist vor allem Vertrauen nötig. Vertauen in die Mitarbeiter, dass sie im Sinne des Theaters bloggen. Vertrauen in deren Talent, dass sie etwas zu erzählen haben und dass sie überhaupt erzählen können. Und wiederum Vertrauen in die eigenen Geschichten und den Mehrwert, den man letztlich vor allem den Besuchern des Theaters bieten möchte, die mehr sehen, hören und wissen möchten, als das, was man auf der Homepage zeigt.

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05.01.2010

Nachtrag zu Silvester

Hier noch ein paar Fotos von Silvester…

30.12.2009

Silvester II

Ein paar Impressionen vom Theaterhaus am Tag vor der großen Sause…

Ohne weitere Worte

Ohne weitere Worte

Das Foyer erstrahlt in neuem Licht

Das Foyer erstrahlt in neuem Licht

Hier erinnert nichts mehr an die Sporthalle

Hier erinnert nichts mehr an die Sporthalle

Ausstattungs-Zyniker David bei den Vorbereitungen

Ausstattungs-Zyniker David bei den Vorbereitungen

...deshalb Zyniker

...deshalb Zyniker

Aber Sicherheit geht eben vor

Aber Sicherheit geht eben vor

Und nochmal das Programm

Und nochmal das Programm

30.12.2009

Silvester

Nachdem alle Tannennadeln weggesaugt, alle Schokoweihnachtsmänner aufgegessen und bei den meisten das Maximalgewicht für dieses Jahr erreicht ist, gehen die Silvestervorbereitungen in die heiße Phase. Man könnte dieser Tage eine Heimwerkersendung im Theaterhaus drehen, und zwar beim bloßen Durchs-Haus-Laufen. Das Glashaus ist zur kronenleuchterbehangenen Lounge geworden, das Foyer strahlt in frisch geputztem Glanz und dort, wo in den warmen Monaten ein Biergarten für Erfrischung sorgt, steht heuer ein feines Partyzelt. Es kann also kommen, dieses 2010, es wird mit gebührendem Getöse im Theaterhaus empfangen werden.

Aber das ist ja nur das Äußerliche. Hinter den Türen probt’s und testet’s, soundcheckt’s und brodelt’s. Sieben (in Ziffern: 7 !!!) glorreiche Veranstaltungen plus Party mit Live-Musik werden den Abertausenden von Gästen bis in die Morgenstunden gehörig einheizen. Der Abendplan steht auch schon, die gesamte Belegschaft ist im Großeinsatz (interne Ansage: “vor der ersten Bahn geht keiner”). Wer sich also schon immer mal von einer echten Mitarbeiterin oder einem echten Mitarbeiter aus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung oder Betriebsbüro den perforierten Streifen vom Ticket reißen lassen wollte, der ist an Silvester im Theaterhaus genau richtig.

All diejenigen, denen gerade dieser letzte, jede Bauchmuskeltrainer-Verkaufssendung in den Schatten stellende Werbesatz dazu veranlasst hat, noch während des Lesens zum Telefon zu greifen um Karten zu bestellen, dem sei noch schnell gesagt, dass es leider nichts mehr helfen wird: es ist alles ausverkauft! Aber glauben Sie uns: das nächste Silvester kommt und mit ihm die Chance, bei diesem Spektakel dabei zu sein.

Für die ernste Note vielleicht noch dies, Insider-Info aus dem Verwaltungstrakt, sozusagen: Silvester ist einer der wichtigen Tage für das Theaterhaus, auch finanziell. Bei notwendigen Eigeneinnahmen in Höhe von 70% des Gesamtetats sind es Tage wie dieser, die mithelfen, Eigenproduktionen überhaupt erst stemmen zu können. Von diesen Eigenproduktionen sind übrigens das neue GauthierDance-Stück M.M. & MORE mit dem legendären Egon Madsen, sowie das auch nach vielen Jahren ungebrochen zauberhafte ELLING an Silvester zu sehen. Abgerundet wird das Potpourri vom Bühnenhaudegen ROLAND BAISCH und der SWEET SOUL MUSIC REVUE.

Kurzum: Uns und Ihnen VIEL SPASS UND GUTEN RUTSCH.

…vielleicht lässt sich noch irgendwo ein Foto von einem arbeitenden Menschen ergattern…dass man das alles hier auch mal beweisen kann…

Es grüßt konfettiwerfend,
Das Autoren-Team

Elling

Elling

Eric Gauthier in M.M. and More

Eric Gauthier in M.M. and More

Sweet Soul Music

Sweet Soul Music

Countryboy Roland Baisch

Countryboy Roland Baisch

29.12.2009

Nachweihnachtlicher Mittagstisch

Der derzeitig dauergraue Himmel und der Schneeregen machen die ersten Tage nach der Weihnachtspause nicht einfacher. Ein kleiner Anker ist immerhin die Mittagspause, am Theaterhaus stets nebenan bei PS! Dort trifft sich die Belegschaft und…naja…isst und redet. Eines dieser Gespräche – es soll ja auch ein bisschen menscheln in diesem Blog – haben wir kurzerhand aufgeschrieben. Man könnte es auch ein „informelles Interview mit dem langjährigen Ensemble-Mitglied Stephan Moos“ nennen.

Es treffen sich also ein Verwaltungsmitarbeiter und ein Schauspieler beim Mittagessen. Tom Schoessler nimmt Pasta mit Gemüse-Sahnesauce, Stephan Moos bestellt was glutenfreies: Salat mit Lammfleisch.

TS: Und, wie war Weihnachten bei Dir?

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23.12.2009

Weihnachten

Geneigte Leser des Theaterhaus Blogs: vor wenigen Minuten öffneten sich die Türen der T2 und 450 von Walter Sittler glücklich gespielte Besucher sind mittlerweile auf dem Weg nach Hause, um ihre von minutenlangem Applaus gezeichneten Hände zu pflegen.

Wir machen das Licht aus, und zwar ein letztes Mal vor Weihnachten. Ja, morgen ist einer der wenigen Tage des Jahres, an denen wir den stets gebeutelten Künstlern einen Tag freigeben, sogar unserem Ensemble. Aber keine Angst, zum Einen ist die Kasse morgen von 10 bis 14 Uhr geöffnet, das heißt die Fast-schon-zu-kurz-Entschlossenen können noch Gutscheine oder gleich Karten für die lieben Cavemänner und -frauen zuhause mitnehmen. Und zum Anderen geht es am Freitag schon wieder weiter, volle Kraft voraus. Mit zuviel Urlaub ist ja auch keinem geholfen…

Allerdings werden sich die Blogautoren bis nächste Woche die Freiheit nehmen, ihrem guten Stück eine Pause zu gönnen. So lieb man das Internet gewonnen hat, so gern zieht man sich um diese Jahreszeit mit Kaffee und Gutsle in die analoge Welt des Buchs oder der guten alten gesprochenen Kommunikation zurück.

Allen Lesern, Besuchern, Freunden, Bekannten, Followern, Fans und ja, natürlich auch den Kollegen, wünschen wir eine formidable Weihnachtszeit und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen im schönsten Backsteinhaus auf dem Pragsattel.

Es grüßt besinnlich,
das Autoren-Team

08.12.2009

Mitmachen Ehrensache

Auch dieses Jahr hat sich das Theaterhaus an der Aktion Mitmachen Ehrensache beteiligt. Das Prinzip ist simpel: Schüler arbeiten einen Tag in einem Unternehmen oder einer gemeinnützigen Institution. Je nach Alter zwischen zwei und acht Stunden. Den Lohn, den sie für diese Arbeit bekommen würden, spendet der “Arbeitgeber” aber direkt an die Aktion Mitmachen Ehrensache, die das Geld einem guten Zweck zukommen lässt. BILD0039

Mitmachen Ehrensache ist eine Aktion der Jugendbildung im Jugendnetz Baden-Württemberg unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten. Am Aktionstag, dem 4. Dezember, haben in ganz Baden-Württemberg rund 8500 Jugendliche für den guten Zweck gejobbt, deren Einnahmen in Projekte der Jugendarbeit fließen.

Diesmal hat uns Laura Iasuozzo aus der Klasse 9a des Königin-Katharina-Stift bei der Vorbereitung der abendlichen Tanzveranstaltung unterstützt. Mit KBB-Leiterin Aglaja Koch hat sie die Vorstellung “M.M. & More” von Gauthier Dance auf den Weg gebracht. Laura interessiert sich sehr für Theater und Tanz und ist deswegen auf das Theaterhaus zugekommen, um ihren ehrenamtlichen Einsatz bei uns zu absolvieren. Wir freuen uns natürlich über das Engagement und bedanken uns für die tatkräftige Mithilfe.

Im Bild: Laura Iasuozzo (links) und Aglaja Koch vom Theaterhaus vor einem Teil des Bühnenbildes von “M.M. & More”.

04.12.2009

Creativity World Forum 2009

Vor dem knallgrünen Bühnenhintergrund erscheint das pinkfarbene Hemd wie der größtmögliche Kontrast. Die manifestierte Nonkonformität. Mit leiser Stimme entschuldigt sich der nicht mehr ganz so junge Herr als erstes für seine Präsentation: Sie sei halt mit Microsoft Powerpoint gemacht. Gelächter geht durch den Theatersaal des Ludwigsburger Forums. Denn der Mann, der gleich zu einem inspirierenden Vortrag über Kreativität und Design ansetzen wird, ist kein geringerer als Hartmut Esslinger, Schöpfer der Marke Apple, dem Konkurrenten von Microsoft, der heute mit Produkten wie Mac, iPod, iPhone etc. mit gutem Gewissen nicht nur unter Designern als Kultmarke bezeichnet werden kann. CWF2009_LOGO_DATUM_4C

Esslinger ist einer der Keynote-Speaker auf dem Creativity World Forum in Ludwigsburg. Der Kongress ist das jährliche Treffen des internationalen Netzwerks “Districts of Creativity”, zu denen auch Baden-Württemberg gehört. Am 1. und 2. Dezember diskutierten rund 2000 Teilnehmer in Ludwigsburg über Kreativität, Technologie, Digitalisierung und Standortentwicklung, bevor der Stab an Oklohoma übergeben wurde, wo das Forum 2010 stattfinden wird.

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02.12.2009

Gutachten zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung

Am gestrigen Dienstag haben die Geschäftsführer des Theaterhauses Werner Schretzmeier und Willi Friedmann zusammen mit Prof. Thomas Knubben und Dr. Petra Schneidewind vom Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg das “Gutachten zur kultur- und kreativwirtschaftlichen Positionierung des Theaterhauses Stuttgart” Vertretern der Presse vorgestellt.

Das Gutachten, das zwischen September 2008 und September 2009 enstand (und schon vor der Krise in Auftrag gegeben wurde!), beleuchtet

1. Das Theaterhaus als Wirtschaftsfaktor

2. Die Meinung der Gäste in einer umfangreichen Besucherbefragung

3. Ein Management-Informationssystem, das der zielorientierten Steuerung des Hauses dient. 

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