24.01.2012

Neue Probenräume am Löwentor

Im Rahmen seiner regelmäßigen Sitzungen konnte sich letzte Woche der Theaterhaus-Beirat, darunter Vertreter des Stuttgarter Gemeinderats und des Baden-Württembergischen Landtags, von der Entwicklung des Theaterhauses ein Bild machen.

Heinz Frank führt den Theaterhaus-Beirat durch die Probenräume am Löwentor

Heinz Frank führt den Theaterhaus-Beirat durch die Probenräume am Löwentor

Der Theaterhaus-Vorstand hatte zur Sitzung geladen, um über die Ergebnisse des Jahres 2011 und den Ausblick auf 2012 zu berichten. Diesmal traf man sich aber nicht im Theaterhaus, sondern im Probenzentrum am Löwentor, wo in unmittelbarer Nachbarschaft des Staatstheater-Neubaus “Nord” ein vergleichsweise kleines, aber wichtiges Stück Theaterhaus entstanden ist. Und zwar passend zum Mutterschiff: Ein ehemaliges Industriegebäude aus Backstein.

Schon seit einiger Zeit probt vor allem unser Tanzensemble um Eric Gauthier in den Räumen, seit Anfang des Jahres hat auch das Schauspiel durch eine Erweiterung der Räumlichkeiten einen passenden Ort für die Erarbeitung seiner Stücke.

Allgegenwärtige Spuren der Industriegeschichte

Allgegenwärtige Spuren der Industriegeschichte

Wer hätte die Damen und Herren besser durch die Räume führen können als der Vorsitzende des Fördervereins und Bauherr Heinz Frank? Mit seiner Führung bekamen die Gäste einen direkten und tiefgründigen Einblick in die liebevoll und fachmännisch umgebauten Räume, die Pläne und Baumaßnahmen. Heinz Franks Bericht über den hohen Anteil der Eigenleistung – Techniker des Theaterhauses haben einen großen Teil des Umbaus selbst in die Hand genommen – beeindruckte die Gäste.

Der Umbau wird außerdem nicht nur vom Förderverein vorangetrieben, sondern das Gebäude auch von ihm betrieben. Ein wunderbares Beispiel für die wichtige Arbeit des Fördervereins, ohne den das Theaterhaus nicht dort wäre, wo es heute ist.

Der letzte Blick der Gäste fiel auf die Requisiten der neuen Theaterhaus-Schauspielproduktion “Der Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza. Ende März müssen die Schauspieler und Schauspielerinnen ihre neue Probenheimat vorübergehend verlassen und auf der Bühne zeigen, dass die Arbeit am “Löwentor” Früchte trägt. Am Geburtstag des Theaterhauses, dem 29.03. heißt es dann: Premiere.

07.09.2010

Vijay Iyer

Zu Ostern war er kurzfristig mit seinem Trio aus New York gekommen, um für Karl Berger einzuspringen. Und die Gäste der 24. Internationalen Theaterhaus Jazztage wurden nicht enttäuscht: Vijay Iyer legte ein formidablen Konzert hin.

Aus gegebenem Anlass schreibt die Wochenzeitung Der Freitag in einem Porträt über den Komponisten und Pianisten: “Gerade hat Iyer ein Solo-Album veröffentlicht, das die Facetten seiner Identität verdeutlicht. Alles ist hier zu finden: die Logik der Mathematik und die Romantik der Gefühle, der Blues seiner musikalischen Helden Monk, Ellington, Andrew Hill und eine Bewegungsenergie, die man als Swing nicht missversteht. Rhythmische Muster schließlich, die stark an bestimmte Rhythmen der indischen Musik erinnern: alles vorhanden, doch nichts ist so geblieben, wie es war, jeder musikalische Einfluss ist in der Begegnung mit der hybriden Sensibilität des Pianisten auf eine Reise gegangen und findet nun zu einer neuen Form. Das Ergebnis ist: Musik mit Migrationshintergrund, Jazz auf der Höhe der Zeit.”

Am 17. September ist Vijay wieder zu Gast im Theaterhaus, und wir haben ein Video über den Entstehungsprozess zu seinem ersten Soloalbum gefunden:

Vijay Iyer, am 17.09. um 20.30 im Theaterhaus.

28.08.2010

S21

Heute laufen wieder alle Vorstellungen zur normalen, d.h. ursprünglich angekündigten Zeit. Wir wünschen viel Spaß.

Ihr Theaterhaus-Team

27.08.2010

S21-Großdemos und der Verkehr

Liebes Publikum,

aufgrund geplanter Großdemonstrationen ist in den nächsten Tagen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Stadtmitte zu rechnen. Wir empfehlen Ihnen daher, die öffentlichen Verkehrsmittel zum Theaterhaus zu nutzen. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Anfahrt. Des Weiteren werden die heutigen Vorstellungen von Sweet Soul Music Revue und Cavewoman jeweils 15 Minuten später beginnen. Über die Entwicklungen der nächsten Tage halten wir Sie auf allen uns zur Verfügung stehenden Online-Kanälen (Homepage, Blog, Facebook, Twitter) auf dem Laufenden.

Ihr Theaterhaus-Team

23.08.2010

Die süße Seele des Augusts

Heute, damit wir langsam wieder reinkommen…einfach ein paar kleine Videos, was sie die kommenden Wochen musikalisch im Theaterhaus erwartet. Natürlich nur ein klitzekleiner Auszug unseres reichhaltigen Programms, aber definitiv empfehlenswerte Soul-, Pop- und Liedermacherleckereien…

Schon kommendes Wochenende gibt es wieder süße Soulmusik. Die Sweet Soul Music Revue, die letzten Sommer den Theaterhaussaal zum kochen gebracht hat, gastiert noch einmal bei uns:

Sweet Soul Music Revue – Promotion Video 2009 from Klaus Gassmann on Vimeo.

Auch fein: Adam Green. Der New Yorker ist am 2. September da.

Tags drauf: Rainald Grebe. Das schöne an diesem Video: Auf Kurt Krömer darf man sich auch schon freuen. Der kommt am 25.10.

Es wird musikalisch…und lustig.

05.05.2010

Promirätsel

Wer ist wer?

Einer der beiden hat am 5.5.2010 im Theaterhaus gelesen, der andere ist Stv. Vorsitzender im Theaterhaus e.V.

Schwierig…

rowohlknagge

28.04.2010

Theaterhaus verpflichtet sich zum “Fairen Praktikum”

Bereits im Oktober 2009 hat die Kulturpolitische Gesellschaft die Grundsätze für ein “Faires Praktikum” formuliert. Die Kernaussagen sind einfach und schlüssig, und doch nicht selbstverständlich: “Ein Praktikum dient der Ausbildung. Ein Praktikum dient dem Lernen. Ein Praktikum dient dem Betrieb.” Sprich: gute Betreuung, anspruchsvolle Tätigkeiten, finanzielle Anerkennung.

Damit soll verhindert werden, dass Praktikanten im Kultursektor Opfer des Raffzahns, der Ausbeutung, vielleicht auch der Not, aber allem voran der unfairen Behandlung einiger Kulturbetriebe werden.

Dem Aufruf der Kupoge sind zahlreiche Unterzeichner aus Politik, Wissenschaft und Kulturbetrieben gefolgt, auch wenn gerade letztere durchaus noch mehr sein könnten. Die Kupoge stellt willigen Unterstützern auf ihrer Homepage ein Anwortschreiben und sogar einen Mustervertrag zum Download zur Verfügung.

Seit 1. Februar 2010 hat das Theaterhaus die Grundsätze übernommen und sich explizit zum “Fairen Praktikum” verpflichtet.

In der Selbstverpflichtung ist geregelt, dass Praktikanten (zur Vereinfachung hier immer die maskuline Form) im Theaterhaus einen Betreuer und Ansprechpartner haben, die Lernziele zu Beginn des Praktikums festgelegt werden, der Lernerfolg regelmäßig gemessen, sowie am Ende des Praktikums resümiert und in einem qualifizierten Zeugnis festgehalten wird, und alle Praktika dem Qualifikationsniveau des Praktikanten entsprechen. Zu Beginn des Praktikums wird ein Einarbeitungs- oder Durchlaufplan erstellt, der auch alle notwendigen Unterweisungen, Datenschutzerklärungen etc. enthält.

Hinzu kommt, das Praktika, die länger als drei Monate dauern, entsprechend dem Qualifikationsniveau des Praktikanten monatlich vergütet werden, jeder Praktikant den gleichen Urlaubsanspruch hat wie die Mitarbeiter und keine Trennung nach freiwilligem oder Pflichtpraktikum stattfindet. Leistung ist schließlich Leistung, egal ob von der Hochschule vorgeschrieben oder nicht. Hochschulabsolventen sind keine Praktikanten, die “Generation Praktikum” gibt es im Theaterhaus nicht.

Dass Praktikanten als vollwertige Mitglieder der Organisation anerkannt werden, war im Theaterhaus eigentlich immer selbstverständlich. Mit der Selbstverpflichtung zum “Fairen Praktikum” wollen wir dies auch im Sinne der von der Kupoge vorgeschlagenen Grundsätze festhalten, einhalten und konsequent umsetzen, auch wenn es – in aller Offenheit – nicht leicht ist, das im Budget zu berücksichtigen. In Zeiten des großen Kahlschlags aber ein umso wichtigeres Zeichen.

…übrigens durften sich auch die aktuellen Praktikanten schon im laufenden Praktikum über den unverhofften Segen der Vergütung und des gleichberechtigten Urlaubs freuen. Ausnahmsweise mal Nachrichten, die man gerne überbringt.

08.04.2010

Quotenmäßig auf Dax-Kurs

Die Deutsche Telekom hat vor kurzem beschlossen, eine Frauenquote in der mittleren und oberen Führungsebene einzuführen: Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen besetzt sein. Laut Ministerin Schröder geht die Telekom damit “mit gutem Beispiel voran”. Was René Obermann mit “Talentkette” meint, ist uns zwar nicht so ganz klar, aber wir haben die ganze Diskussion trotzdem zum Anlass genommen, das Geschlechterverhältnis im Theaterhaus auf den Prüfstand zu stellen:

Von insgesamt 82 Mitarbeitern sind im Theaterhaus 29 weiblich. Das entspricht einer Quote von 35,4 Prozent der Gesamt-Belegschaft. Bei der Telekom beträgt der Gesamt-Anteil an Frauen 32 Prozent. Was den Anteil an Frauen in Führungspositionen betrifft, liegt dieser bei der Telekom bei 13 Prozent. Im Theaterhaus kommen wir auf 25%.

U40 in der Überzahl

Die Altersverteilung haben wir gleich mit angeschaut, und ganz interessante Zahlen gefunden: Von den insgesamt 82 Mitarbeitern im Theaterhaus sind 37 Prozent 29 oder jünger! Weitere 16 Prozent sind zwischen 30 und 39, 32 Prozent zwischen 40 und 49 und 15 Prozent älter als 50. Damit sind die unter 29-Jährigen das größte „Alterscluster“, ein deutliches Zeichen für die tolle „Nachwuchsarbeit“, die das Theaterhaus in den letzten Jahren geleistet hat. Immerhin ist das Haus Ausbildungsstätte für z.Zt. sechs Azubis, mehrere Praktikanten und ab September auch einem Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur. Aber das sei allen Scouts gleich gesagt: keiner davon ist unter 35 Millionen zu haben!

Und noch etwas für die Galerie: Die meisten Theaterhaus-Mitarbeiter sind Wonneproppen, sagenhafte 13 Kolleginnen und Kollegen feiern im Mai ihren Ehrentag. Der wird gefolgt vom Februar, in dem 12 Geburtstage gefeiert werden. In den restlichen Monaten ist es zwischen drei und acht Geburtstagen pro Monat recht ausgeglichen. Wenn jemand Kuchen oder Geschenke loswerden möchte: Nächsten Monat kann man einfach vorbei kommen, man wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen passenden Abnehmer finden.

So, und jetzt holen wir uns ein Stück Kuchen vom letzten Geburtstagskind und sind gespannt, wie es 2015 bei der Deutschen Telekom und im Theaterhaus Stuttgart aussehen wird!

07.04.2010

Poppea // Poppea

Nach dem Jubiläumsabend und dem Jazzfestival an Ostern steht diese Woche schon der nächste Paukenschlag ins Haus.
Denn diese Woche steht im Zeichen des Tanzes. Heute beginnt das mehrtägige Gastspiel von FLAMENCOS EN ROUTE, morgen gibt es ein GAUTHIER DANCE SPECIAL und am Samstag die große TANZGALA zugunsten der Alzheimerforschung mit 13 (dreizehn!!!) nationalen und internationalen Solisten und Ensembles.

Am Sonntag geben sich dann die Gäste die Klinke in die Hand. Während die Ensembles der Tanzgala abreisen, heißen wir das Team der neuen Tanzproduktion “POPPEA // POPPEA” willkommen. Ab Montag beginnen die Proben für das Stück, das der designierte Leiter des zürcher ballets Christian Spuck choreografieren wird. Es ensteht im Rahmen des Jubiläums 25 Theaterhaus Stuttgart und wird am 1. Juli Premiere haben. Seit gestern sind die Tickets im Vorverkauf.

Poppea//Poppea ist ein Tanzstück über die angebliche Hochzeit von Kaiser Nero und Poppaea Sabina, basierend auf Monteverdis letzter Oper „L‘incoronazione di Poppea“. Christian Spuck schickt die neun Tänzer von GAUTHIER DANCE in eine choreographische Versuchsanordnung, die sie zunehmend in dem explosiven Plot von Liebe, Verrat, Sex und Mord verstrickt. Eine zutiefst menschliche Geschichte von der zerstörerischen Kraft der Leidenschaften und dem unheilvollen Bündnis zwischen Lust und Macht.

Nach DON Q. wird des die zweite Choreografie von Christian Spuck für das Theaterhaus sein. Ein Ensemble-Stück auf großer Bühne, ein echter Sommerhit. Wir sind gespannt auf die Entstehung des Stücks und werden sie hier im Blog begleiten.

Ein erster Blick gefällig?

poppea snapshot

10.02.2010

Orchestra of Wolves

Die Choreografie von Eric Gauthier aus der aktuellen Gauthier Dance Produktion “M.M. & More” jetzt auf youtube: