SCHRETZMEIERS VORWORT März 2016

Liebes Publikum!

Am 13. März spielt Gardi Hutter, die wunderbare Clownsfrau aus dem Tessin, ihr Programm „So ein Käse“. Der Titel wird für diesen Tag auf jeden Fall zum Programm, denn am 13.3. wird in Baden-Württemberg auch gewählt und am Ende der Wahl steht – für wen auch immer – der resignative Spruch: „So ein Käse!“

Ich erlaube mir an dieser Stelle vor der sogenannten „Alternative für Deutschland“ zu warnen. Wenn die Alternative für unser Land ein Schießbefehl auf Flüchtlinge ist, oder Hetze gegen Menschen, die in größter Not nach Europa flüchten (siehe die aktuelle Situation der Menschen im syrischen Aleppo), dann kann die Antwort nur lauten: Nein zu einer solchen Partei!!! Die AfD entwickelt sich Woche für Woche mehr zu einem Sammelbecken von Biedermännern die gefährliche, verantwortungslose Brandstifter sind. Ein Teil dieser Biedermänner und Biederfrauen versteckt sich in Baden-Württemberg im Aktionsbündnis „Demo für Alle“, das gegen die Bildungspläne der grün-roten Landesregierung angeht, weil ihnen die Aufklärung des Themas „Sexuelle Vielfalt“ zuwider ist. Dass auch Teile der CDU sich darin engagieren ist nicht zu verstehen. Der 13. März wird ein äußerst wichtiger Wahltag, nichts weniger als ein Politikwechsel steht auf dem Spiel. Als Kulturschaffender kann ich der aktuellen Landesregierung kein schlechtes Zeugnis ausstellen, im Gegenteil. Nach anfänglichem Zaudern und Zick-Zack-Kurs, hat die Kunst- und Kulturpolitik im Laufe der Legislaturperiode deutlich Konturen angenommen und viele Förderungsprojekte ins Leben gerufen, die, wenn sie weiter ausgebaut werden könnten, nachhaltig Baden-Württemberg an die kulturellen Entwicklungen andocken ließe, die national und international Standard sind. Baden-Württemberg  – wirtschaftlich und wissenschaftlich – internationale Spitze, muss auch in den Bereichen Kunst und Kultur einen Spitzenplatz einnehmen. Offensive Kulturpolitik ist immer auch gute Wirtschaftspolitik:  Die Kreativ-wirtschaft zum Beispiel, ist in Baden-Württemberg ständig am Zuwachsen, generiert viele innovative Projekte und ist schon heute ein unverzichtbarer Partner für die Bildungs- und Sozialpolitik.

Zurück zum 13. März: Bitte gehen Sie wählen! Wer nicht wählt,
stärkt den Brandstiftern den Rücken. Wo Sie ihr Kreuzchen machen ist wirklich Ihre Sache – aber bitte nicht bei der AfD.

Themenwechsel: Das März-Programm ist wieder mal eine Reise durchs Kulturparadies. So vieles ist empfehlenswert, natürlich „Dirty Dishes“ am Monatsanfang, dann am 7.3. das Musik/Tanzprojekt der Gebrüder Mehl und tags darauf fällt die Entscheidung schwer, Jan Josef Liefers oder Jan Weiler. Am 10.3. freue ich mich auf die legendäre Psychedelic Rock Band MAN, die in früheren Jahren mal so eine Art Hausband der Schorndorfer Manufaktur war. Auch heute noch einfach gut! Und dann gibt es die Gelegenheit mal wieder Gardi Hutter zu erleben, die mit zwei ihrer Produktionen im Theaterhaus zu sehen sein wird. Die Produktion „So ein Käse“ hatte 1987 im ersten Theaterhaus in Stuttgart- Wangen ihre Uraufführung und ist seither im Repertoire der Künstlerin, erfolgreich und vom Publikum geliebt.

Abschließend muss ich nochmals darauf hinweisen, dass vom
24. -31.3. die 29. Internationalen Theaterhaus-Jazztage stattfinden. 29 mal, eines der traditionsreichsten deutschen Jazzfestivals, das immer wieder neue Programmpunkte präsentiert – in diesem Jahr den Jazz Poetry Slam – und das sich immer zwischen jungen Talenten und  hervorragenden etablierten Jazzmusikern bewegt. Nur am Rande: Das vom Theaterhaus zwischen 1988 und 1992 produzierte Sommerfestival „Jazz-Gipfel“ ist der Ursprung der seit einigen Jahren erfolgreichen „Jazz-Open“. Wie die Zeit vergeht! Hin oder Her, wir freuen uns auf unsere kommenden Jazztage und die exzellente Musik. Zum Vormerken: Am 6. April geht es mit der SWR-Big Band und der Sängerin Fola Dada weiter. Sie sehen, es geht voran. Mit Ihnen, liebes Publikum!

Herzlichst, Ihr Werner Schretzmeier