28.04.2010

Theaterhaus verpflichtet sich zum “Fairen Praktikum”

Bereits im Oktober 2009 hat die Kulturpolitische Gesellschaft die Grundsätze für ein “Faires Praktikum” formuliert. Die Kernaussagen sind einfach und schlüssig, und doch nicht selbstverständlich: “Ein Praktikum dient der Ausbildung. Ein Praktikum dient dem Lernen. Ein Praktikum dient dem Betrieb.” Sprich: gute Betreuung, anspruchsvolle Tätigkeiten, finanzielle Anerkennung.

Damit soll verhindert werden, dass Praktikanten im Kultursektor Opfer des Raffzahns, der Ausbeutung, vielleicht auch der Not, aber allem voran der unfairen Behandlung einiger Kulturbetriebe werden.

Dem Aufruf der Kupoge sind zahlreiche Unterzeichner aus Politik, Wissenschaft und Kulturbetrieben gefolgt, auch wenn gerade letztere durchaus noch mehr sein könnten. Die Kupoge stellt willigen Unterstützern auf ihrer Homepage ein Anwortschreiben und sogar einen Mustervertrag zum Download zur Verfügung.

Seit 1. Februar 2010 hat das Theaterhaus die Grundsätze übernommen und sich explizit zum “Fairen Praktikum” verpflichtet.

In der Selbstverpflichtung ist geregelt, dass Praktikanten (zur Vereinfachung hier immer die maskuline Form) im Theaterhaus einen Betreuer und Ansprechpartner haben, die Lernziele zu Beginn des Praktikums festgelegt werden, der Lernerfolg regelmäßig gemessen, sowie am Ende des Praktikums resümiert und in einem qualifizierten Zeugnis festgehalten wird, und alle Praktika dem Qualifikationsniveau des Praktikanten entsprechen. Zu Beginn des Praktikums wird ein Einarbeitungs- oder Durchlaufplan erstellt, der auch alle notwendigen Unterweisungen, Datenschutzerklärungen etc. enthält.

Hinzu kommt, das Praktika, die länger als drei Monate dauern, entsprechend dem Qualifikationsniveau des Praktikanten monatlich vergütet werden, jeder Praktikant den gleichen Urlaubsanspruch hat wie die Mitarbeiter und keine Trennung nach freiwilligem oder Pflichtpraktikum stattfindet. Leistung ist schließlich Leistung, egal ob von der Hochschule vorgeschrieben oder nicht. Hochschulabsolventen sind keine Praktikanten, die “Generation Praktikum” gibt es im Theaterhaus nicht.

Dass Praktikanten als vollwertige Mitglieder der Organisation anerkannt werden, war im Theaterhaus eigentlich immer selbstverständlich. Mit der Selbstverpflichtung zum “Fairen Praktikum” wollen wir dies auch im Sinne der von der Kupoge vorgeschlagenen Grundsätze festhalten, einhalten und konsequent umsetzen, auch wenn es – in aller Offenheit – nicht leicht ist, das im Budget zu berücksichtigen. In Zeiten des großen Kahlschlags aber ein umso wichtigeres Zeichen.

…übrigens durften sich auch die aktuellen Praktikanten schon im laufenden Praktikum über den unverhofften Segen der Vergütung und des gleichberechtigten Urlaubs freuen. Ausnahmsweise mal Nachrichten, die man gerne überbringt.

28.04.2010

Der Stand der Dinge in Sachen “Kultur für alle”

Andreas Michalak hatte einige Bedenken, als wir anfingen, Karten für Inhaber der “Bonuscard+Kultur” kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auf unseren Blogbeitrag, in dem wir Anfang des Jahres verkündeten, dass das Theaterhaus ab sofort an der Initiative „Kultur für Alle“ teilnimmt, postete Herr Michalak einen Kommentar, in dem er seine Bedenken äußerte. Völlig zurecht, denn wer nimmt schon gerne nur die schlechten Plätze? Glücklicherweise konnten wir die Vorbehalte schnell ausräumen: Das Kontingent an Freikarten, die es Inhabern der “Bonuscard+Kultur” ermöglichen, an Kunst und Kultur in Stuttgart teilzuhaben, sind sowohl vorbestellbar, als auch aus verschiedenen Kategorien wählbar, sodass ein Besuch des Theaterhauses planbar und genießbar ist und bleibt.

In den ersten drei Monaten seit der Einführung im Januar 2010 konnte das Theaterhaus Stuttgart schon 163 Abnehmer der Freikarten finden. Laut Julia Schindler von der Initiative „Kultur für Alle“ liegen wir damit an erster Stelle der 20 partizipierenden Kultureinrichtungen. „Ich bin sehr erfreut, dass die Bonuscard in Stuttgart auf so gute Resonanz gestoßen ist und dass vor allem die Veranstaltungen in unserem Haus dabei sehr gerne wahrgenommen werden“, äußert sich der Verwaltungsleiter des Theaterhauses, Willi Friedmann, zufrieden über die gelungene Einführung der Bonuscard im Theaterhaus.

Die Freikarten sind für die gesamten Eigenproduktionen des Theaterhauses im Bereich des Tanz und Schauspiels erhältlich, unter anderen für das vielgespielte „Dirty Dishes“, den Aufklärungsklassiker „Was heißt hier Liebe?“ oder für das Chaoten-Duo „Elling“ und Kjell Bjarne. Aber auch für die vom Publikum so geliebten Tanzvorstellungen von Gauthier Dance oder der Familie Flöz halten wir bei jeder Vorstellung Karten vor.

Das reservierte Kartenkontingent ist noch nicht ganz erschöpft, so dass die restlichen rund 62.000 Bonuskarten-Besitzer in Stuttgart herzlich eingeladen sind, ebenfalls von der Aktion zu profitieren.

Wenn Sie gegen Vorlage Ihrer Bonuscard ein kostenfreies Ticket bestellen möchten, melden Sie sich einfach beim Kartentelefon des Theaterhauses unter 0711-4020720.

Text von Linda Ammon

19.04.2010

Schretzmeiers Vorwort: Mai 2010

Liebes Publikum
Die Titelseite dieses Heftes: Ein politisches und ein menschliches Symbol.
©DoroTuch
Jung trägt alt, der Sohn seinen Vater, als Last, als Dank, als Zwang oder aus purer Freude? Viele wunderbare Fragezeichen, die entschlüsselt werden, um neue, verdrängte Fragen entstehen zu lassen. Ein äußerst anregender Vorgang den Sie, liebes Publikum, vom 6. bis 8. Mai mitverfolgen können, sich als Teil dieses interessanten theatralischen Ereignisses verstehen können, verstehen sollten. Ich kann diese 3 Vorstellungen wirklich allen unseren Besucherinnen und Besucher wärmstens ans Herz legen. Selten habe ich ein derart stimmiges Theaterereignis erlebt, kurzweilig, authentisch, raffiniert, anrührend und auf beste Art und Weise äußerst einfach erzählt.
Und mittendrin unser Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Joachim Bark (auf der Titelseite von seinem Sohn Sebastian getragen). Seit 1992 steht Joachim Bark an der Spitze des Trägervereins Theaterhaus Stuttgart e.V. und hat viel dazu beigetragen, dass die 25-jährige Geschichte des Theaterhauses eine wahrhafte Erfolgsgeschichte wurde. Jetzt hat es ihn auf die Bühne verschlagen und wir registrieren erstaunt: Es macht ihm große Freude, man spürt es als Betrachter, er verfügt über ein darstellerisches Gespür (seine beiden Mit-Väter stehen ihm an nichts nach), diese 3 „Laiendarsteller“ fordern die Profis von She She Pop, eine der erfolgreichsten deutschen Theater-Performance-Gruppen der letzten Jahre, deutlich heraus und stellen mit ihrer natürlichen Präsenz dieses nachhaltige Gefühl her außergewöhnliche eineinhalb Stunden erlebt zu haben.
Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb am 27. Februar: „Was hat man nicht schon für Quatsch gesehen zum Thema Generation, gerade im Theater… Nun zeigt die Gruppe She She Pop, wie man auch herz- und schmerzhaft zupacken kann. Man kann zum Beispiel nachfragen, nachlesen, neugierig sein. Radikaler als mit der eigenen Familie geht das nicht: Die Frauen und der eine Mann von She She Pop haben ihre Väter zur Probe gebeten, mit ihnen Shakespeares „König Lear “ gelesen und dann einen Abend entwickelt. Man spricht über die Liebe und das Unverständnis und die Abhängigkeit, man stellt die wichtigen Fragen sehr direkt, um sie dann wach in offene Kunst zu überführen!“ Das „Hamburger Abendblatt“ kommt am 9. März dieses Jahres zur Feststellung:
„She She Pop gelingt mit „Testament“ ein großer Wurf!“ Diese 3 Vorstellungen von She She Pop sind der Abschluss einer theatralischen Performancereihe namens „ONE TWO THREE“ (Siehe S. 26/27). ONE beginnt am 3.5. mit „Contain – Leben in 33m3“. Die viel versprechende Stuttgarter Künstlergruppe zenit&nadir präsentiert mit Hilfe von Bewegung, Fotografie, Geräuschen, Musik, Poesie, Sprache, Text und Video eine Episode aus der Geschichte des Theaterhauses. Ein interessanter, vielschichtiger und eng mit dem Theaterhaus verbundener Abend erwartet uns. Die Reihe wird am 5. Mai  (siehe Seite 25) mit der Performancekünstlerin Ragani Haas fortgesetzt.
TWO trägt den Titel „Tä-ter-ää – Hilfestellung für Dilettanten“ und führt uns vor, wie sich einer aufführt – auch wenn er es nicht gelernt hat. Ragani Haas war Schülerin von Joan Jones, eine der großen Stars der internationalen Perfomance-Szene. Jones lehrte von 1995 bis 2000 an der Staatl. Akademie für Bildende Künste Stuttgart. Ihre Arbeit beeinflussten Richard Serra, Dan Graham, aber auch Laurie Anderson. Jones’ Projekte und Experimente schufen die Grundlage des Genres „Video-Performance“. Sie war auf der Documenta 1977, 1982 und 1987 mit Werken vertreten und lebt und arbeitet in New York.
Ragani Haas gehört zum Kreis der Künstler die von Joan Jones weltweit bei ihren Darbietungen beschäftigt werden. Wir dürfen mit Recht sehr gespannt sein, was die in Stuttgart lebende Ragani Haas aus ihrem reichhaltigen Gestaltungsarsenal präsentieren wird.
Liebes Publikum, vor einigen Tagen hat mich eine Besucherin angesprochen, wie sie dem Theaterhaus ein Geburtstagsgeschenk machen könne? Natürlich sind die häufigen Besuche schon ein tolles Geschenk, aber wenn Sie trotzdem was besonderes machen wollen, werden Sie Mitglied in einem der beiden Theaterhaus-Vereine, so meine Antwort. Sie wurde nun Mitglied im TH-Förderverein, hätte aber auch den Trägerverein mit ihrer Mitgliedschaft beglücken können. Eine bemerkenswerte Entscheidung, hilft diese doch äußerst langfristig. Darüber hinaus wird die Theaterhaus-Familie um eine Person unabhängiger, überlebensfähiger! Großartig! Zum Nachmachen unbedingt empfohlen, sagt nicht nur der amtliche „Warentest“, sagen auch alle, die schon vor Jahren diesen Schritt getan haben. Mehr darüber im Heft oder über die e-mail-Adresse: tom.schoessler@theaterhaus.com.
Sie können es sich noch überlegen, am 28.3.2011 endet das Geburtstagsjahr.
Wir warten gerne auf Sie.
Herzlichst Ihr Werner Schretzmeier

08.04.2010

Quotenmäßig auf Dax-Kurs

Die Deutsche Telekom hat vor kurzem beschlossen, eine Frauenquote in der mittleren und oberen Führungsebene einzuführen: Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen besetzt sein. Laut Ministerin Schröder geht die Telekom damit “mit gutem Beispiel voran”. Was René Obermann mit “Talentkette” meint, ist uns zwar nicht so ganz klar, aber wir haben die ganze Diskussion trotzdem zum Anlass genommen, das Geschlechterverhältnis im Theaterhaus auf den Prüfstand zu stellen:

Von insgesamt 82 Mitarbeitern sind im Theaterhaus 29 weiblich. Das entspricht einer Quote von 35,4 Prozent der Gesamt-Belegschaft. Bei der Telekom beträgt der Gesamt-Anteil an Frauen 32 Prozent. Was den Anteil an Frauen in Führungspositionen betrifft, liegt dieser bei der Telekom bei 13 Prozent. Im Theaterhaus kommen wir auf 25%.

U40 in der Überzahl

Die Altersverteilung haben wir gleich mit angeschaut, und ganz interessante Zahlen gefunden: Von den insgesamt 82 Mitarbeitern im Theaterhaus sind 37 Prozent 29 oder jünger! Weitere 16 Prozent sind zwischen 30 und 39, 32 Prozent zwischen 40 und 49 und 15 Prozent älter als 50. Damit sind die unter 29-Jährigen das größte „Alterscluster“, ein deutliches Zeichen für die tolle „Nachwuchsarbeit“, die das Theaterhaus in den letzten Jahren geleistet hat. Immerhin ist das Haus Ausbildungsstätte für z.Zt. sechs Azubis, mehrere Praktikanten und ab September auch einem Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur. Aber das sei allen Scouts gleich gesagt: keiner davon ist unter 35 Millionen zu haben!

Und noch etwas für die Galerie: Die meisten Theaterhaus-Mitarbeiter sind Wonneproppen, sagenhafte 13 Kolleginnen und Kollegen feiern im Mai ihren Ehrentag. Der wird gefolgt vom Februar, in dem 12 Geburtstage gefeiert werden. In den restlichen Monaten ist es zwischen drei und acht Geburtstagen pro Monat recht ausgeglichen. Wenn jemand Kuchen oder Geschenke loswerden möchte: Nächsten Monat kann man einfach vorbei kommen, man wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen passenden Abnehmer finden.

So, und jetzt holen wir uns ein Stück Kuchen vom letzten Geburtstagskind und sind gespannt, wie es 2015 bei der Deutschen Telekom und im Theaterhaus Stuttgart aussehen wird!

07.04.2010

Poppea // Poppea

Nach dem Jubiläumsabend und dem Jazzfestival an Ostern steht diese Woche schon der nächste Paukenschlag ins Haus.
Denn diese Woche steht im Zeichen des Tanzes. Heute beginnt das mehrtägige Gastspiel von FLAMENCOS EN ROUTE, morgen gibt es ein GAUTHIER DANCE SPECIAL und am Samstag die große TANZGALA zugunsten der Alzheimerforschung mit 13 (dreizehn!!!) nationalen und internationalen Solisten und Ensembles.

Am Sonntag geben sich dann die Gäste die Klinke in die Hand. Während die Ensembles der Tanzgala abreisen, heißen wir das Team der neuen Tanzproduktion “POPPEA // POPPEA” willkommen. Ab Montag beginnen die Proben für das Stück, das der designierte Leiter des zürcher ballets Christian Spuck choreografieren wird. Es ensteht im Rahmen des Jubiläums 25 Theaterhaus Stuttgart und wird am 1. Juli Premiere haben. Seit gestern sind die Tickets im Vorverkauf.

Poppea//Poppea ist ein Tanzstück über die angebliche Hochzeit von Kaiser Nero und Poppaea Sabina, basierend auf Monteverdis letzter Oper „L‘incoronazione di Poppea“. Christian Spuck schickt die neun Tänzer von GAUTHIER DANCE in eine choreographische Versuchsanordnung, die sie zunehmend in dem explosiven Plot von Liebe, Verrat, Sex und Mord verstrickt. Eine zutiefst menschliche Geschichte von der zerstörerischen Kraft der Leidenschaften und dem unheilvollen Bündnis zwischen Lust und Macht.

Nach DON Q. wird des die zweite Choreografie von Christian Spuck für das Theaterhaus sein. Ein Ensemble-Stück auf großer Bühne, ein echter Sommerhit. Wir sind gespannt auf die Entstehung des Stücks und werden sie hier im Blog begleiten.

Ein erster Blick gefällig?

poppea snapshot

06.04.2010

Jazztage ein voller Erfolg

Der Tag 1 nach dem Jazz beginnt etwas später als üblich. Das haben sich die an den 24. Internationalen Theaterhaus Jazztagen Beteiligten aber auch verdient. Gespannt sind wir am vergangenen Donnerstag ins Festival gestartet, und glücklich über den großen Zuspruch können wir heute das Resümee ziehen: 20 hervorragende Konzerte, rund 5000 Gäste und viel positives Feedback stehen zu Buche. Aber viel wichtiger: es gab eine ganze Menge großartiger Jazzklänge (einige grooven noch heute durch die Flure), wir haben alte Bekannte getroffen und neue kennengelernt, internationale Stars gesehen und junge Wilde. Da gönnen wir uns heute einen der wenigen spielfreien Tage des Jahres.

Aber wie sagt man so schön: “Nach dem Jazz ist vor dem Jazz” und so freuen wir uns schon wieder auf 2011.

Und so ganz spielfrei ist der Tag dann doch nicht: beim alldienstäglichen Betriebskick werden die Schoko-Osterhasen wieder heruntergelaufen.

01.04.2010

24. Internationalen Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

SAWUBONA BAND + The sensational PORTICO QUARTET
Sonntag 4.4.,  19:30 Uhr, Halle T3

 

SAWUBONA BAND
Die „Songs Of Good Hope“ sind eine musikalische Reise durch Südafrika. Im März 2008 startete die IBM im Internet das MusicJam Projekt SAWUBONA/Songs Of Good Hope und forderte Musiker weltweit auf 17 Songtexte über Südafrika zu vertonen. Ziel des Projekts sind die Produktion einer CD (hat Ende Januar begonnen), der Online-Verkauf der Songs und Konzerte. Mit den Einnahmen aus den Konzerten werden Township-Projekte in Südafrika unterstützt. Partner des Projekts sind Hochschulen, die Länder Bayern und Baden-Württemberg, Unternehmen – und das Theaterhaus. Die Schirmherrschaft haben IBM Deutschland-Chef, Martin Jetter und VfB-Präsident, Erwin Staudt übernommen.
Werner Acker, Dozent für Jazz Gitarre an der Musikhochschule Stuttgart übernahm die Auswahl der besten Songs und arrangierte sie neu in einem einheitlichen Sound. Idee ist nicht südafrikanische Musik nachzuspielen, sondern den „Songs Of Good Hope“ einen „weltweiten“ Sound zu geben – und: eine „offene Band“ zu formen, die für musikalische Gäste aus aller Welt offen ist.

Verena Nübel (voc) Ekkehard Rössle (sax) Annette Kienzle (voc) Werner Acker
(g) Rainer Scheithauer (key) Capo Mayer (b) Herbert Wachter (dr)

The sensational PORTICO QUARTET


“Ist Brit Jazz das nächste große Ding? Oder vielleicht sogar das aktuelle große Ding? Auf jeden Fall wird diese junge Band aus London in Kürze eine der angesagtesten neuen Jazz-Bands sein. Damit die Schubladen nicht so leicht zugehen, charakterisieren die vier Musiker um den Saxophonisten Jack Wyllie sich kurzerhand als „Indie-Band, die „Post-Jazz“ spielt“. Gut gebrüllt, denn das Portico Quartet ist mit Saxophon, Bass und Schlagzeug eigentlich recht konventionell besetzt, wäre da nicht Nick Mulvey, der das scheinbar archaische, de facto aber sehr junge schweizer Perkussionsinstrument Hang spielt, wodurch sich ein – Achtung! – afrikanischer und/oder karibischer Zug in den „Post-Jazz“ schleicht, denn der Hang-Sound erinnert an Steeldrums. Die Musik des Portico Quartets klingt eingängig und durchaus tanzbar, allerdings sind E-Musik- und Minimal-Referenzen gleichfalls nicht zu überhören.” (Ulrich Kriest, Jazzthetik)

Jack Wyllie (sax) Milo Fitzpatrick (b) Duncan Bellamy (dr, p, mar)
Nick Mulvey (perc)