31.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

JOACHIM KÜHN OUT OF THE DESERT
Sonntag 4.4., 18:30 Uhr, Halle T1

Foto: Christoph Huebner

  Foto: Christoph Huebner

In der Tat ist die Lust auf gegenseitiges Kennenlernen, die Freude am musikalischen Dialog bei Out of the Desert allgegenwärtig. „Ich konnte viel von meinen afrikanisch-arabischen Begleitern lernen. Ihre Rhythmik ist einzigartig, präzise wie ein Uhrwerk und doch nie statisch, immer auf dem Weg zu etwas Neuem. Und sie sind völlig offen gewesen für mein Spiel“ hebt Kühn hervor. So präsentiert sich Out of the Desert als mustergültiges Werk der Gruppenimprovisation, bei dem Kühns Klavierspiel unverwechselbar bleibt:
Ob er nun groovend in den arabischen Blues von Majid Bekkas einstimmt, ob er die stoische Perkussion seiner Begleiter mit ebenso perkussivem Akkorden aufnimmt; ob er eine strenge Form und eine minimalistische Melodie vorgibt oder ob traditionelle Melodieführung und rhythmische Struktur in grenzenlosen Free-Jazz aufbricht. So liefert er nun einen herausragenden Beweis dafür, dass in der Weltsprache Musik noch viele neue Vokabeln zu kreieren sind. Selbst wenn man dafür in die Wüste muss.

Joachim Kühn (p,as) Majiid Bekkas (voc, oud, trad.)
Ramon Lopez (dr/perc) Abdessadek Bounhar (perc, voc)
Rachid El Fadli (perc, voc)

31.03.2010

25 Jahre Theaterhaus: Eine Wahnsinns-Gala

Gestern war es soweit: Das Theaterhaus feierte sein 25-jähriges Jubiläum, und das mit einer herrlichen Gala.

Bereits eine Stunde vor Beginn füllte sich das Foyer mit zahlreichen Gästen, die mit Sekt und Brownies (danke an die Mercedes Benz Bank) verköstigt wurden.
Jubiläum18

Um 19:30 Uhr ergriff der Vorstandsvorsitzende des Theaterhaus-Vereins Professor Dr. Bark, das Wort, nachdem ein Funkenregen die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Empore direkt über dem Haupteingang im Foyer gelenkt hatte. Professor Bark beglückwünschte das Theaterhaus zu seinem 25-jährigen Bestehen und ließ auch die Gelegenheit nicht aus, die Besucher zu einer Mitgliedschaft im Verein einzuladen. Anschließend stimmten zwei Mitglieder der Neuen Vocalsolisten gemeinsam mit dem Publikum musikalische Töne an, die die Gäste in Halle T1 begleiteten.

Nachdem die über 1000 Besucher ihre Plätze eingenommen hatten, begann das abwechslungsreiche Programm. Und zwar mit so ziemlich allen, die mit dem Theaterhaus groß geworden sind und eben auch das Haus zu dem gemacht haben, was es heute ist. Im Anschluss an das Musik-Vorspiel des Villa Berg Duos präsentierten die Theaterhaus-Mitarbeiter mit zahlreichen Wunderkerzen ein festliches Bild zur Geburtstags-Gala.
Jubiläum28

Das anschließende Programm bot einen bunten Strauß der unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler: Das Stuttgart Jazz Orchestra, das Theaterhaus-Schauspielensemble mit Szenen aus „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, „Elling“ und „Dirty Dishes“, das Maskentheater Familie Flöz, Die kleine Tierschau, Christoph Sonntag, Eure Mütter, füenf, Ines Martinez, Tango Five, Pepper & Salt, Rolf Miller, Topas, Shy Guys, Honey Pie und Peter Grohmann. Fehlen durfte auch das Tanzensemble Gauthier Dance nicht, das neben dem Publikumsliebling „The Sofa“ auch ihre neue Choreografie „Bollywood Ballerina Ballerinosis“ präsentierte. Auch Tanzlegende Egon Madsen war wieder dabei, stilgerecht mit knallbuntem Outfit. Auch Flamencos en route zeigte einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm „florescenia“, das vom 7. bis 11. April in Halle T2 zu sehen sein wird.

Abgerundet wurde das bunte Programm durch Filmeinspielungen auf zwei Leinwänden. Gezeigt wurde ein Überblick über die Geschichte des Theaterhauses von seiner Gründung vor 25 Jahren in Stuttgart-Wangen (geniale Frisuren!) bis hin zum Umzug 2003 auf den Pragsattel, begleitet durch das bejubelte Stuttgart Jazz Orchestra. Nach einem abschließenden Funkenregen kamen alle Darsteller des Jubiläumsabends gemeinsam mit Werner Schretzmeier auf die Bühne und das Publikum beglückwünschte das Theaterhaus mit begeistertem Applaus zu 25 Jahre seines Bestehens. Wer nah am Wasser gebaut hatte, musste bei diesem Anblick unweigerlich nach dem Tempo greifen…

Wir Mitarbeiter waren natürlich stolz wie Oskar und freuen uns auf die nächsten 25 Jahre!

Text von Eva Ringer
Alle verwendeten Bilder von Jörg Becker

29.03.2010

25 years.. and 25 more to go!!!

Well here we are,

today is great day.. my wonderfull theater is celebrating 25 years of hard work!!!

Its been only three years since the birth of Gauthier Dance, but it seems and feels like we have been here all along!!! The magic of this house is the family feeling.. after travelling lots and discovering how other theaters function, I know that here is really something special! That is why I put my hands in the air and scream GEILE TH, Happy Bday!!!!

Talking about the celebration, I am shure it will be one to remember… So many great artists coming together on one stage, in one theater, on one evening!! Gauthier Dance will present the sofa and one very very new choreography, created pretty much just for tonight… Bollywood Ballerina Ballerinosis the title and you can guess the direction we are going in.. Bollywood!!! It should be loads of fun, the dancers have cool costumes and as a special guest we have the legend Egon Madsen with us onstage in the main part!!

In other news, we are off to Houston, Tex.. to perform in the world famous dance festival The Dance Salad. GD will be performing ‘Orchestra of Wolves’, taken from the last production M.M. and more. Its been just such a great year with the touring for GD but I have to be honest, nothing beat going to America!!! We know that its 25 degrees outside there, but 5 degrees inside since they always have the air conditioning on way too high!!! Better hope GD does not come back with a cold…   since the works goes on right away after our return with a Gauthier Dance Special show and the big Gala, in the beginning of April!!!

Whats new with us…  Isabelle is looking alot like a hippie these days, William has more and more young girly fans around him after shows, Gara is exited about Houston, Marianne is planning some costume designs for my ballet in Nordhausen, Armando’s Noah is looking more and more like a little man.. Giuseppe is getting ready for spring and summer, Maria just had a big teeth operation but she is doing fine.. still smiling, Bjorn is keeping busy travelling, Renato is just lovely, Aglaya is so very busy with the gala organisation.. and Vivian is, in my opinion.. great great great!!!

As you can see things are well here at GD… and we all wish the Theaterhaus

26.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

TRIO RIESSLER – LEVY – MATINIER
Sonntag 4.4., 18:30 Uhr, Halle T1

 

Ist es eine Jazzband? Imaginäre Folklore? Ein klassisches Kammertrio? Drei Virtuosen, bekannt für ihre sehr individuellen Wege zwischen Genres und Stilen, haben sich hier zum Gipfeltreffen zusammengefunden. Michael Riessler (D) hat sich längst in der vordersten Linie der globalen Improvisationsszene etabliert, Howard Levy (USA), der fortschrittlichste Spieler auf der Mundharmonika und Jean-Louis Matinier (F), der führende Akkordeonist des europäischen Jazz. In ihrer universellen Musiksprache, die auch Bach, moderne E-Musik, erdigen Blues oder südamerikanische Rhythmen umfasst, entwickeln Riessler, Levy & Matinier einen neuen Sound und ein neues ästhetisches Konzept. Der Klang von Mundharmonika und Akkordeon verschmilzt dabei vortrefflich mit Riesslers schnarrender Bassklarinette, was dem Ensemble ein seltenes, voller Überraschungen steckendes Timbre verleiht.
„Aufregenderes ist derzeit selten zu hören.“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Michael Riessler (sax) Howard Levy (harm) Jean-Louis Matinier (acc)

Alles weitere zum Festival hier.

24.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

NGUYEN LÊ & SAIYUKI invite GUO GAN
Sonntag 4.4., 18:30, Halle T1

Saiyuki, der japanische Name eines chinesischen Romans aus dem 16. Jhd., bedeutet „Die Reise in den Westen“ und ist das Thema dieses Abends. Der Text bezieht sich auf eine legendenreiche Expedition nach Indien. Das in Paris lebende Trio rund um Nguyen Lê bringt musikalische Einflüsse aus dem Fernen Osten mit nach Europa und verbindet eigene Kompositionen mit traditionellen Melodien und elektronischen Klängen zu einem einzigartigen Klangerlebnis.
Der in Vietnam geborene Gitarrist Nguyen Lê wird dabei von der japanischen Koto-Spielerin
Mieko Miyazaki und dem indischen Tabla-Virtuosen Prabhu Edouard begleitet. Nguyen Lê lernte mit 15 Jahren als Autodidakt zunächst Schlagzeug, danach Gitarre und elektrischen Bass. Mieko Miyazaki begann bereits mit neun Jahren die traditionelle Koto zu spielen und widmet sich nun seit 1999 überwiegend eigenen Projekten. Der weltbekannte Prabhu Edouard spielte bereits mit zahlreichen Größen wie David Liebmann, Marc Ducret und Magic Malik. Exklusiv für die Theaterhaus Jazztage hat das Trio den chinesischen Musiker Guo Gan eingeladen, der die musikalische Reise auf einer traditionellen Erhu begleiten wird.

Prabhu Edouard (tabla) Nguyen Lê (g) Mieko Miyazaki (koto) Guo Gan (erhu)

Alle weiteren Informationen und Karten gibt es hier!

22.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

ERIKA STUCKY BUBBLES & BANGS
+ IIRO RANTALA NEW TRIO
Sa 3.4., 21:00 Uhr, Halle T2

 

Erika Stucky schlägt ein neues Kapitel auf: Nach den „selbstmörderischen Yodels“ stellt sie mit ihrem neuen Programm „Bubbles & Bangs“ ein musikalisches Tagebuch der letzten Jahre zusammen. „Es sind Titel, die ich während meiner Tourneen gehört habe – auf Flughäfen, in Taxis, in Hotelbars:
Stones, Beatles, Eminem und Frank Sinatra.“ Hinzu kommen auch wieder eigene Geschichten vom Planeten Stucky: absurd, witzig, berührend.

Seit über zwanzig Jahren „on the road“ verwebt sie in ihrem Programm verschiedene Stränge ihrer Vergangenheit und verdichtet ihre musikalische Ausdrucksweise gleich nochmals: Bestand die Begleitband in den vergangenen Jahren aus einer Tuba und Posaune, so wird sie mit einem Schlagzeug statt der Posaune weiter auf Rhythmus reduziert. „Es wird grooviger“, verspricht die Sängerin – ein Aspekt, den sie aus dem Hendrix-Projekt mit Doran, Studer und Jamaaladeen Tacuma mitnimmt. Nach wie vor mit dabei ist Tubist Jonathan Sass, der in den vergangenen Jahren für die satten Basslinien gesorgt hat. Neu hingegen – obwohl schon jahrelang Wegbegleiter von Erika Stucky – Schlagzeuger Lucas Niggli.

Erika Stucky (voc, acc) Jonathan Sass (tu) Lucas Niggli (dr)

Iiro Rantala ist Finnlands erfolgreichster Jazz-Pianist. 18 Jahre spielte er mit dem Trio Töykeät, was ihn mit Konzerten in mehr als 50 Ländern weltweit bekannt machte. Felix Zenger, ein junger Beatbox-Künstler mit außergewöhnlichem Talent, ergänzt neben Marzi Nyman das Trio. Felix Zenger kommt aus der Ecke des Hiphop und Rap und als „menschliche Beatbox“ imitiert er nicht nur sämtliche Perkussionsinstrumente, sondern ebenso „Scratching “ der DJ‘s aus dem Schallplattenzeitalter oder elektronisch verfremdetes Schlagzeug. Der 1979 geborene Marzi Nyman zählt zu den jüngsten Gitarrenstars Finnlands. Er spielte bereits mit Nylon Beat und Apulanta ebenso wie mit dem UMO Jazz Orchester. 2006 erhielt er für sein erstes Solo-Album den finnischen Teosto-Musikpreis.
„Dass die Finnen gelinde gesagt verrückt sind, wissen wir schon längst aus ihrer Literatur und ihren Filmen, aber was die drei da abliefern, darf man getrost als halsbrecherisch-akrobatische Trapez-Nummer ohne Netz und doppelten Boden bezeichnen. Wie und warum diese drei Welten zusammenstimmen, bleibt ein Rätsel, aber auf geheimnisvolle Weise passt es. Ein Erlebnis!“ KÖLNER STADTANZEIGER

Marzi Nyman (g) Iiro Rantala (p) Felix Zenger (beatbox)

19.03.2010

Änderung bei den 24. Internationalen Theaterhaus Jazztagen

Liebe Jazzfreunde,

Der erste Abend der diesjährigen Jazztage muss umgestaltet werden.
Leider ist es Karl Berger aus familiären Gründen nicht möglich am 1.4. bei den 24. Internationalen Jazztagen aufzutreten.

Für Ersatz wurde bereits gesorgt!
Wir konnten kurzfristig das New Yorker “Vijay Iyer Trio” für diesen Abend gewinnen.
Das Trio ist der erste Preisträger in der Kategorie „Ensemble des Jahres international“ des neu ins Leben gerufenen ECHOJazzpreises, der am 5. Mai 2010 vom Bundesverband Musikindustrie e.V. und der Deutschen Phono-Akademie in 31 Kategorien vergeben wird.

„Die internationale Jazzszene feiert Vijay Iyer als den Jazzpianisten der Stunde. Ein Pianist, der
eigene Wege geht und nach Lehrjahren an der Seite von formbewussten Avantgardisten wie
George Lewis, Steve Coleman oder Roscoe Mitchell, frei von nostalgischen Aufwallungen ist.
Weder imitiert er den Nachtclub-Glamour aus der golden Ära des Jazz, noch überschwemmt er
den Hörer mit einer Flut von Arabesken, noch trauert er dem Free Jazz hinterher: Eher strebt Iyer,
wie er kürzlich in einem Interview betonte, in seiner Musik nach „einer gewissen mathematischen
Eleganz“. Und verleiht ihr ganz nebenbei die Dringlichkeit, die sie aus der Flut der vielen Piano-
Trios heraushebt. Ähnlich wie die afroamerikanischen Gründerväter des Jazz ist Vijay Iyer doppelt
geprägt: zugehörig, aber unübersehbar anders. Unbestritten ein Amerikaner, als Sohn indischer
Einwanderer jedoch mit einem zweiten kulturellen Hintergrund aufgewachsen.“ DIE ZEIT

VIJAY IYER TRIO
Vijay Iyer (p) Stephan Crump (b) Marcus Gilmore (dr)

16.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

EL.BRIÑO + VERY KÜHN QUARTETT
3.4., 20:30 Uhr, Halle T3

 

EL.BRIÑO

 el.briño

„el.briño“ ist eine junge Berliner Band, die mit ihren Eigenkompositionen einen warmen, geheimnisvollen, authentischen Bandsound entwickelt hat.
Wichtig ist dabei die Gesamtheit der Band. Die Musik bewegt sich weitgehend im Bereich des modernen Jazz und ist geprägt durch volle, harmonische Klänge
und schwebende, eingängige Melodien. Die beiden Köpfe der Band, Kati Brien und
David Riaño arbeiten seit ihrem gemeinsamen Studienbeginn viel zusammen, sowohl bei Konzerten, als auch bei der Ausarbeitung neuer Kompositionen.
„el.briño“ ist die Fusion von zwei Ideenjägern und – sammlern und fünf eigenständigen Musikern.

Hörbeispiele gibt es hier!

Ludwig Hornung (p) David Riaño (g) Kati Brien (sax) Reinhold Schmölzer (dr) Simon Quinn (b)

 

VERY KÜHN QUARTETT

Hinter dem Bandnamen „Very Kühn Quartett“ verbirgt sich nicht die Idee besonders kühn zu sein und den Jazz mit der Brechstange neu zu erfinden.
Vielmehr steht der Name für ein Projekt zweier Musiker gleichen Namens, die musikalisch hervorragend miteinander harmonieren. Der eine Axel Kühn ist Saxophonist u.a. bei der SWR Big Band und schon seit vielen Jahren eine feste Größe in München, der andere ist mit seinen 29 Jahren schon einer der gefragtesten Bassisten der Stuttgarter Szene, frisch gekürter
Jazzpreisträger des Landes Baden-Württemberg und darüber hinaus mit seiner eigenen, preisgekrönten Formation „Kühntett“ äußerst erfolgreich.
Vervollständigt wird das Quartett durch den Schlagzeuger Marcel Gustke, der mittlerweile seit 4 Jahren regelmäßiger Begleiter der Jazz-Organistin Barbara Dennerlein ist und den Pianisten Chris Gall, der seit Herbst 2007 exklusiv bei ACT unter Vertrag steht. Ihr Programm beinhaltet vorwiegend Eigenkompositionen, deren Wurzeln im Postbop liegen, die aber trotzdem für Einflüsse zeitgenössischer Musik offen sind und viel Platz für kreatives und modernes Spiel lassen.

Axel Kühn (b) Axel Kühn (sax) Chris Gall (p) Marcel Gustke (dr)

 

Alles weitere zu den 24. Internationalen Theaterhaus Jazztagen gibt es hier!

15.03.2010

24. Internationale Theaterhaus Jazztage: Vorgestellt

70 JAHRE HERBERT JOOS – Die Birthday Band
+ 80 JAHRE ACK VAN ROOYEN
3.4., 19:30 Uhr, Halle T1

70 JAHRE HERBERT JOOS – Die Birthday Band
Die Birthday Band „Fairy Tales“

Foto: Jörg Becker

Foto: Jörg Becker

Herbert Joos ist der Virtuose des Flügelhorns. Seit Mitte der 60er Jahre gehörte er verschiedenen Jazzformationen an. So spielte er z.B. mit Eric Bijon und Patrice Héral 3 Jahre lang im „Orchestre National de Jazz“. Außerdem leitete er sein eigenes Quartett und Orchester und machte mit seinem Solo-Album „The Philosophy of the Flügelhorn“ auf sich aufmerksam.
Die meiste Anerkennung erfuhr er während der 1980er als Mitglied des „Vienna Art Orchestra“. Sein warmer, kräftiger Sound und der romantisch-impressionistische Einfluss, kombiniert mit der Affinität für freie Improvisationen sind seine besonderen Kennzeichen in der europäischen Jazzszene. Die „Birthday Band“ setzt sich aus hochkarätigen Musikern
zusammen, mit denen Herbert Joos über Jahre hinweg zusammen arbeitete, die ihn inspirieren und mit denen die „Chemie“ einfach stimmt – eigentlich müsste man diese Konstellation seine „Dream Band“ oder besser noch „Fairy Tales“ nennen: Mit Wolfgang Puschnig und Bernd Konrad verbindet ihn eine 30-jährige Freundschaft; Bebelaar, ein grandioser Solist; Godard, der unbestrittene Tuba-Weltmeister; Kuruc, sein Duo Partner, Bijon und Héral, seine französischen Freunde. Ein Geburtstagsabend mit verschiedenen Besetzungen – vom Duo bis Oktett.

Herbert Joos (tp, flh) Wolfgang Puschnig (sax) Bernd Konrad (sax) Michel Godard (tuba) Eric Bijon (acc), Frank Kuruc (g) Patrick Bebelaar (p) Patrice Héral (dr)

80 JAHRE ACK VAN ROOYEN
Ack van Rooyen – Paul Heller Quintet & Special Guests

Foto: Jörg Becker

Foto: Jörg Becker

Auch wenn zwischen Flügelhornist Ack van Rooyen und Tenorsaxophonist Paul Heller rund vier Jahrzehnte liegen, so überwiegen dennoch die Gemeinsamkeiten: der klischeefreie und von Leichtigkeit gelenkte Umgang mit ihrem Instrument und die prägenden Erfahrungen in großen Jazzorchestern: van Rooyen hat unter anderem in den Big Bands von SDR, SFB, Peter Herbolzheimer’s „RC&B“ und „United Jazz&Rock Ensemble“ gespielt, Paul Heller ist seit 2005 Tenorist in der WDR Big Band Köln und seit 1994 Mitglied in
Bob Brookmeyer’s „New Art Orchestra“. Ganz egal ob Up Tempo-Nummer, Ballade oder Swing‚ Ack van Rooyen und Paul Heller meistern ihre Aufgaben mit einer erfrischenden Virtuosität, die nicht zwangsläufig in technische Kräftemesserei mündet, sondern manchmal ganz bewusst auf die leisen Zwischentöne setzt. Van Rooyen und Heller verstehen es, sei es im Solo und im Quintett, Flexibilität und Stilsicherheit organisch miteinander zu verbinden. Dabei befinden sie sich in bester Gesellschaft: komplettiert wird die illustre und hochkarätig besetzte Geburtstagsrunde zu Ack van Rooyens 80sten Geburtstag von dem Pianisten Herbert Nuss, dem Bassisten Ingmar Heller, Bruno Castelluci am Schlagzeug.

Die speziellen Geburtstagsgäste sind Nippi Noya (perc), Peter Tiehuis (g) und
the one an only Jasper van´t Hof(p).

Ack van Rooyen (flh) Paul Heller (ts) Hubert Nuss (p) Ingmar Heller (b)
Bruno Castellucci (dr) Jasper van´t Hof (p) Nippi Noya (perc) Peter Tiehuis (g)

 

Alles weitere und Karten für die 24. internationalen Theaterhaus Jazztage hier!

15.03.2010

Schretzmeiers Vorwort: April 2010

Liebes Publikum
Der erste Monat im Jubiläumsjahr beginnt mit den Internationalen-Theaterhaus-Jazztagen, die seit 1985 bestehen. Begann damals das erste Theaterhaus-Jazzfestival am 6.4., also sieben Tage nach Eröffnung des 1. Theaterhauses in Stuttgart-Wangen, sind wir 25 Jahre später nur noch
3 Tage vom Jubiläumstag, dem 29.3., entfernt. Das Festival hat sich in dieser Zeit zu einem der wichtigsten in Deutschland entwickelt und war von Beginn an auch immer Impulsgeber für die nationale und internationale Jazzszene. Bereits in den ersten Jahren war es für uns Verpflichtung speziell die nationalen Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker zu präsentieren, als Gegenentwurf für die damalige Ansicht, dass ein wichtiges Jazzfestival überwiegend bis komplett mit amerikanischen Musikern besetzt sein muss.
Europäische Musiker waren fast schon die Ausnahme, deutsche Musiker mussten sich immer hinten anstellen. Ein interessanter Mix, quantitativ und qualitativ, wurde noch nicht gewagt. Anders bei den Theaterhaus-Jazztagen.
Die Nachwuchsförderung wurde ab 1986 konsequent Jahr für Jahr ausgebaut.
Davon profitierte sehr stark die lokale Jazzszene. 2010, bei der 24. Auflage des Festivals ist dieser Programmstrang mit einer zusätzlichen Idee ausgestattet: Unser Plan ist zukünftig 4 bis 5 Nachwuchsmusikerinnen bzw. -musiker jährlich einen Festivalauftritt einzuräumen, so dass jeder und jede Musikinteressierte künstlerische Entwicklungen Schritt für Schritt mitverfolgen kann. Quasi eine Live-Dokumentation über künstlerische Werdegänge. ANNE CZICHOWSKY, OLIVIA TRUMMER, KATI BRIEN, BARBARA BÜRKLE und AXEL KÜHN sind die Hauptdarsteller dieser Dokumentation. Vier junge, verheißungsvolle Musikerinnen und ein Musiker am Beginn ihrer Karriere. Wo stehen sie künstlerisch im nächsten Jahr? Wir sind sicher, dass dies ein spannendes Unternehmen werden kann. Und weil ich vorhin die frühere Praxis von Festivalangeboten kritisiert habe, eine Klarstellung: Amerikanische Musiker sind nach wie vor von großer Bedeutung und teilweise stilprägend und gehören zum Angebot eines jeden guten Festivals. Die bisherigen vierundzwanzig Oster-Festivals und die 5 Jazzgipfel, die wir zwischen 1988 und 1992 veranstaltet haben, sind deutliche Belege dieser Tatsache. Ob es 1988 Miles Davis war, oder 1986 Gerry Mulligan oder Dizzy Gillespie. Ob Bobby McFerrin oder Dave Brubeck, Herbie Hancock, Dee Dee Bridgewater, Stan Getz, die Marsalis-Brothers, Chet Baker, alle, außer Sonny Rollins, haben ihre Töne dem Theaterhaus geschenkt, uns reicher gemacht. So soll es auch dieses Jahr sein. Wir präsentieren im Jubiläumsjahr eine ganze Reihe von Jubilaren (KARL BERGER, HERBERT JOOS, ACK VAN ROOYEN) und weitere erstklassige Interpreten wie das MOSCOW ART TRIO oder das RADIO.STRING.QUARTET.VIENNA. Wir freuen uns auf einen der seltenen Auftritte des WOLFGANG DAUNER TRIOS und empfehlen außerdem das Quartet von NGUYEN LÊ, den großartigen JOACHIM KÜHN mit seinen marokkanischen  Musikern und sollte es um eine wortwörtliche Festival-Entdeckung gehen: Die vier jungen Engländer, die sich PORTICO QUARTET nennen, dürften dafür geradezu geschaffen sein. Und als Festival-Abschluss keine geringere als JULIETTE GRÉCO. Das  sind doch richtig interessante Jazztage, überzeugen Sie sich.
Zwei Tage später, ab dem 7.4., sind dann die einmaligen Tänzerinnen der Schweizer Tanzcompagnie „FLAMENCOS EN ROUTE“ für 5 Vorstellungen unsere Gäste. Diese Compagnie zählt zu unseren langjährigsten Partnern, denn seit
1991 zeigt „Flamencos en route“ im Theaterhaus seine neuesten Kreationen.
Wie das Theaterhaus, so feiert die Compagnie 2010 ihr 25-jähriges Bestehen und stellt mit „florescencia“ ihre Jubiläumsproduktion vor. „Flamencos en route“ ist großartige Flamenco-Tanzkunst, weit über die touristischen Aspekte dieses Genres hinaus, eine tänzerische und musikalische Seltenheit, die zu veranstalten uns mit Freude erfüllt. Auch zu Ihrer Freude, liebes Publikum!

In diesem Sinne, herzlichst Ihr Werner Schretzmeier