Schretzmeiers Vorwort 06//2015

Liebes Publikum!

Der Monat Juni beginnt mit zwei Schauspielproduktionen des Theaterhauses und seinem Ensemble, die programmatischer nicht sein könnten: Am 1.6. mit „Die zwölf Geschworenen“ und jungen Schauspielerinnen und Schauspielern deren Wurzeln die halbe Welt umfassen. Das was wir 1990 mit dem internationalen Schauspielensemble begannen, wird in den „12 Geschworenen“ konsequent fortgesetzt. Theater als Verbindungselement zwischen den Menschen die hier ihre Heimat gefunden haben, die Teil der Zivilgesellschaft sind, die mit ihren Fähigkeiten dazu beitragen Kultur noch vielfältiger zu machen und jenem Gedankengut aktiv entgegentreten, das von einer Überfremdung schwadroniert – die einen nebulös, die anderen unverhohlen, die Dritten mit krimineller Gewalt, siehe NSU, siehe Brandanschläge auf Flüchtlingsheime. Unsere Produktion „Die deutsche Ayse“, am 3.6. im Programm, erzählt die Geschichte dreier türkischer Frauen, die vor 40 Jahren nach Deutschland eingewandert sind – poetisch, witzig, zum weiterdenken! Diese Produktion wird auch im Rahmen des Evangelischen Kirchentages, der im Theaterhaus Station macht, nochmals gezeigt. Vom 4. – 6.6. finden im Haus 33 theatralische Darbietungen statt, vom Opernprojekt, Musical, Musiktheater, bis hin zum Sprechtheater. Drei Tage lang, von morgens 11:00 Uhr bis in die Nacht. Schretzmeiers Vorwort 06//2015 weiterlesen

#wiespontanbistdu

Das Theaterhaus möchte es wissen! Stuttgart, wie spontan bist Du?

In Zukunft werden hin und wieder ausgesuchte Veranstaltungen, unter dem Hashtag #wiespontanbistdu Am Veranstaltungstag über twitter kommuniziert.
Die ersten die uns daraufhin auf Twitter ein bestimmtes Passwort per Nachricht senden sind spontan genug und werden mit jeweils 2 Karten für die jeweilige Veranstaltung belohnt.

follow us on twitter: https://twitter.com/Theaterhaus

Schretzmeiers Vorwort Mai 2015

Liebes Publikum!

Stefan Feddersen-Clausen, 15 Jahre lang Mitglied des Theaterhaus-Schauspiel-Ensembles, der legendäre „Johnny“ in unserer Kultproduktion DIRTY DISHES oder ebenso unvergesslich als „Kjell Bjarne“ in der Schauspielproduktion ELLING, schrieb aus seiner Wahlheimat Berlin folgende Zeilen: „Alle meine besten Glückwünsche für die gelungene Reise in 30 Jahren Theaterhaus-Geschichte! Möge der Theaterhaus-Zug weiterhin von gelebten Träumen geradezu überschäumen, schöne Visionen seine bunten Abteile bewohnen und seine dampfenden Kessel, die Menschen mit seinen Geschichten an ihre Plätze fesseln. Möge sein Schornstein weiter seine fantastischen und kindlich-weisen Wolken mit Freude in den Himmel schmauchen, die in der Ferne, als Boten und Sterne der Lebenslust am Horizont auftauchen. Möge er dröhnen und rattern und knattern und lüstern laut stöhnen und auf schmalen Gelder-Gleisen stets aufrecht, fröhlich pfeifend weiter verreisen. Möge er die buntesten Vögel aller Arten bei sich an Bord beheimaten, samt ihrer Instrumente und verschiedensten Talente, um sie für die schönsten Momente zum Tanzen, Singen, Spielen oder Klingen zu bringen, ihre Kapriolen schlagen oder ihre Lieder lustvoll klagen zu lassen, dass Junge und Alte vom Hören und Staunen versessen, sich selbst, ihre heutigen Launen und ihre Sorgen von morgen vergessen, sich einfach nur glücklich berauschen, als Mensch unter Gleichen, einander begegnend die Hände zu reichen oder einfach ein gemeinsames Lachen zu tauschen. Von Herzen, alles Gute für die Weiterfahrt.“ Stefan wir danken Dir ebenso von Herzen!

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Schretzmeiers Vorwort April 2015

Liebes Publikum!

Das Jubiläumsjahr des Theaterhauses beginnt mit einer Herzensangelegenheit: Den internationalen Theaterhaus-Jazztagen!! Zum 28. Mal trifft sich die europäische Jazzszene zur Osterzeit im Theaterhaus. Wir freuen uns auf die Musikerinnen und Musiker aus 21 Ländern, darunter hoffnungsvolle Talente, die in ein paar Jahren das jazzmusikalische Geschehen mitbestimmen und viele, in der Jazzwelt sehr populäre und geschätzte Musiker. Es ist uns eine Ehre zwei außergewöhnliche und erfolgreiche Musiker feiern zu dürfen: Herbert Joos und Ack van Rooyen. Am Karfreitag ist der Abend diesen beiden Geburtstagskindern gewidmet. Joos ist Stuttgarter, van Rooyen war es 14 Jahre lang. Unabhängig davon sind beide seit vielen Jahrzehnten international tätig und haben mit ihren Trompeten und Flügelhörnern in ganz Europa viel Respekt und Anerkennung bekommen. By the way, Herbert Joos ist neben seinem musikalischen Beruf noch ein begnadeter Grafiker und Maler. Deshalb werden vom 22.3. bis 26.4. seine Bilder in der Theaterhaus-Galerie zu sehen sein. Ausstellungseröffnung ist Sonntag 22.3. (!!!) und nicht der 29.3.2015.  Schretzmeiers Vorwort April 2015 weiterlesen

Hinter den Kulissen von….TSCHICK

Hinter den Kulissen von….TSCHICK

Und wieder einmal haben zwei BORS-Praktikanten eine Schulvorstellung im Theaterhaus angeschaut. Im Anschluß an TSCHICK haben sich Jessica und Imre mit dem Theaterhaus-Schauspieler Yavuz Köroglu unterhalten, er spielt im Stück den Tschick. Hier die Zusammenfassung und das Interview der beiden – viel Spaß damit!
Jessica und Imre

Tschick – zum Stück

Es ist der Sommer ihres Lebens. Zwei vierzehnjährige Jungs, Maik Klingenberg ist nervös und schüchtern trifft auf Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, ein Assi. Sie machen eine Reise mit einem geklauten Lada, ohne Karte und ohne Kompass durch die deutsche Provinz. Auf einer Müllkippe begegnen sie Isa, die Maik die erste Liebe lehrt und die Freundschaft der beiden Jungs auf eine harte Probe stellt.

Tschick ist ein wilder, romantischer Abenteuertrip, in dem man erwachsen wird. Es handelt von der ersten Liebe, der ersten richtig großen Dummheit und von einem unbekannten deutschen Land.

Interview mit Yavuz (Tschick)

Interviewer:      Woher kommst du?
Yavuz:                  Meine Eltern kommen aus der Türkei in Izmir, und ich bin in Österreich geboren.
Interviewer:      Wie alt bist du?
Yavuz:                  Ich bin 36 Jahre alt.
Interviewer:      Wie lange bist du schon Schauspieler?
Yavuz:                  Seit 1998 bin ich ein professioneller Schauspieler.
Interviewer:      Wolltest du immer Schauspieler werden?
Yavuz:                  Nein, ich wollte Anfangs Pilot und dann Fußballer werden.
Interviewer:      Auf welcher weiterführenden Schule warst du?
Yavuz:                  Ich habe einen Hauptschulabschluss.
Interviewer:      Wie lange hat deine Ausbildung gedauert?
Yavuz:                  Meine Ausbildung als Installateur dauerte 3 Jahre, und mit 19 Jahren begann ich sofort mit der Schauspielschule.
Interviewer:      Dein Familienstatus?
Yavuz:                  Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter.
Interviewer:      Wie lange bist du schon im Theaterhaus?
Yavuz:                  Seit September 1998.
Interviewer:      Hat es dir Spaß gemacht bei Tschick mitzuspielen?
Yavuz:                  Ja, es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Interviewer:     Deinen persönliche Meinung zu Tschick?
Yavuz:                  Es ist ein tolles Stück und Buch. Ich kann es nur weiter empfehlen, jeder sollte es gelesen haben.
Interviewer:      Wenn du dir eine außergewöhnliche Kraft aussuchen könntest, welche wäre es dann?
Yavuz:                  Ich würde gerne fliegen.

 

Imre Altas, Jessica Alvarez, Linden-Realschule Untertürkheim.

Von Papenburg nach Stuttgart – eine Praktikantin berichtet über zwei Wochen Theaterhaus satt

Als ich die Zusage vom Theaterhaus Stuttgart bekommen habe, habe ich mich so gefreut, da mich dies schon immer interessiert hat. Ich wollte mal hinter die Kulissen gucken, von der Ausstattung bis hin zur Technik und zur Organisation. Und genau das konnte ich hier im Theaterhaus. Doch ein Problem gab es noch, erlaubt die Schule das überhaupt? Ihr müsst wissen, dass ich aus Niedersachsen komme und in diesen zwei Wochen bei meiner Tante und meinem Onkel gewohnt habe. Doch dies klärte sich schnell und damit stand dem Praktikum nichts mehr im Wege.
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Am ersten Tag war ich so aufgeregt, da ich nicht wusste was auf mich zukommt, doch das legte sich sofort wieder, als meine Ansprechpartnerin Barbara mich vorne im Foyer abgeholt hat und wir in ihr Büro gegangen sind. Dort wurde ich sofort super aufgenommen und habe mich auch sofort wohl gefühlt. Besser konnte das Praktikum nicht anfangen!
In der ersten Woche durfte ich in die Ausstattung-, in die Organisation- und in die Öffentlichkeitsabteilung reinschnuppern. Am Dienstag schaute ich mir dann auch das Theaterstück ,,Was heißt hier Liebe” an, was total lustig war. In der Pause durfte ich sogar hinter die Bühne zu den Schauspielern. Das war eines der Highlights der ersten Woche!
In der zweiten Woche fing es gleich mit einem Auf- und Abbau von zwei Stücken an, nämlich Abbau von ,,Frau Müller muss weg” und Auffbau von ,,Tschick”, doch gerade als wir mit dem Aufbau von ,,Tschick” fertig waren, konnten wir es wieder abbauen, da es ausfiel. Am Dienstag war ich bei einer Probe von dem Gauthier Dance Ensemble dabei, was total interessant war. Am Mittwoch war ich dann bei der Lisa und dem Markus in der Buchhaltung und am Donnerstag bei der Geli und dem Wolfgang in der Programmplanung und der Koordination. Diese beiden Sachen waren sehr interessant, da ich vieles mitbekommen habe und auch Sachen selber machen durfte. Am Freitag, der letzte Tag meines Praktikums, war ich bei Barbara im Büro und habe mich ein bisschen durchgefragt, was mit dem Thema Zukunftsperspektiven zutun hat. Dadurch habe ich viele Informationen bekommen, was man für Ausbildungen machen kann und was man auch studieren kann. Ein perfektes Ende!
Ich bin allen Leuten vom Theaterhaus für diese zwei Wochen total dankbar, aber am meisten Barbara, die mich durch diese Zeit begleitet hat, mir immer zur Seite stand und mir auch immer geholfen hat. DANKE!!!
Lena Tiemerding

Rezension der Klasse 8c des Johannes-Kepler-Gymnasiums

Am 11. Dezember letzten Jahres hat die Klasse 8c vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Bad Cannstatt eine Schulvorstellung der Theaterhaus-Schauspielproduktion TSCHICK besucht. Wie gut die Schülerinnen und Schüler beobachten können, zeigt die Kritik, die sie zusammen mit ihrer Lehrerin geschrieben haben. Diese wollen wir Euch nicht vorenthalten – voilá:

„Tschick“ am Theaterhaus Stuttgart:
Ein Leben ohne Probleme? Unmöglich!

Freundschaft – eine wahre Freundschaft besitzt nicht jeder auf dieser Welt. Viele Menschen wissen nicht, worum es dabei geht und wie man sich bei einer Freundschaft verhält. In diesem Stück jedoch zeigen die Darsteller des Theaterhauses Stuttgart dem Publikum, wie eine intensive Freundschaft sein kann und wie weit man für diese gehen würde.
Maik: „Euer Ehren das war ich!“
Tschick: „Nein Quatsch, das war ich!“ („Und jetzt sei leise. Ich liebe dich.“)
Maik: „Nein Mann, und jetzt hör auf damit, sonst bekommen wir beide lebenslänglich.“ („Ich liebe dich auch.“)

Wer sich noch unklar darüber ist, was eine Freundschaft bedeutet, sollte sich dieses Stück ansehen. Mit hundertprozentiger Sicherheit wird es ihm später klar werden. Es handelt von zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und sich dennoch so nah stehen. Rezension der Klasse 8c des Johannes-Kepler-Gymnasiums weiterlesen

Schretzmeiers Vorwort Februar 2015

Liebes Publikum!

Groucho Marx, einer der legendären Marx-Brothers, zeigt in einer Gerichtsszene des Films „Duck Soup“ wie man die Wahrheit ans Licht bringt. In der Szene gilt es den dümmlichen Chicolino zu überführen: „Herr Richter“ sagt Groucho Marx, „dieser Mann mag aussehen wie ein Idiot, er mag reden wie ein Idiot, aber lassen Sie sich bitte nicht täuschen: Dieser Mann ist ein Idiot.“ Die Marx’sche Pointe lässt sich problemlos auf die Pegida-Bewegung, die jeden fremdenfeindlichen Vorwurf brüsk von sich weist, übertragen: Diese Menschen mit ihren schmierigen Parolen benehmen sich wie Rassisten, sie reden wie Rassisten, aber lassen wir uns nicht täuschen: Sie sind Rassisten. Die geistigen Brandstifter der Pegida behaupten sie wären das Volk. 1992, zur Zeit der Brandanschläge von Rostock-Lichtenhagen trieb es Millionen Bundesbürger zu Lichterketten auf die Straße. Danach war die Frage, wer das Volk ist, für einen größeren Zeitraum zurechtgerückt. Es braucht wieder die Millionen. Paris hat damit begonnen. Der Stuttgarter OB Fritz Kuhn hat am 5.1. auf dem Stuttgarter Schlossplatz, klar und unmissverständlich Stuttgart als offene, tolerante und den Fremden-willkommen-aufnehmende-Stadt positioniert und alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgefordert sich gegen jede Diskriminierung gegenüber Menschen anderer Kultur, anderer Religion und Hautfarbe, zur Wehr zu setzen. Stuttgart ist eine internationale Stadt. Wie sagte schon Friedrich Hölderlin vor zweihundert Jahren: Glückliches Stuttgart, nimm freundlich den Fremdling mir auf!  Schretzmeiers Vorwort Februar 2015 weiterlesen

Wir sind immer und überall!