Rezension der Klasse 8c des Johannes-Kepler-Gymnasiums

Am 11. Dezember letzten Jahres hat die Klasse 8c vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Bad Cannstatt eine Schulvorstellung der Theaterhaus-Schauspielproduktion TSCHICK besucht. Wie gut die Schülerinnen und Schüler beobachten können, zeigt die Kritik, die sie zusammen mit ihrer Lehrerin geschrieben haben. Diese wollen wir Euch nicht vorenthalten – voilá:

„Tschick“ am Theaterhaus Stuttgart:
Ein Leben ohne Probleme? Unmöglich!

Freundschaft – eine wahre Freundschaft besitzt nicht jeder auf dieser Welt. Viele Menschen wissen nicht, worum es dabei geht und wie man sich bei einer Freundschaft verhält. In diesem Stück jedoch zeigen die Darsteller des Theaterhauses Stuttgart dem Publikum, wie eine intensive Freundschaft sein kann und wie weit man für diese gehen würde.
Maik: „Euer Ehren das war ich!“
Tschick: „Nein Quatsch, das war ich!“ („Und jetzt sei leise. Ich liebe dich.“)
Maik: „Nein Mann, und jetzt hör auf damit, sonst bekommen wir beide lebenslänglich.“ („Ich liebe dich auch.“)

Wer sich noch unklar darüber ist, was eine Freundschaft bedeutet, sollte sich dieses Stück ansehen. Mit hundertprozentiger Sicherheit wird es ihm später klar werden. Es handelt von zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und sich dennoch so nah stehen. Rezension der Klasse 8c des Johannes-Kepler-Gymnasiums weiterlesen

Schretzmeiers Vorwort Februar 2015

Liebes Publikum!

Groucho Marx, einer der legendären Marx-Brothers, zeigt in einer Gerichtsszene des Films „Duck Soup“ wie man die Wahrheit ans Licht bringt. In der Szene gilt es den dümmlichen Chicolino zu überführen: „Herr Richter“ sagt Groucho Marx, „dieser Mann mag aussehen wie ein Idiot, er mag reden wie ein Idiot, aber lassen Sie sich bitte nicht täuschen: Dieser Mann ist ein Idiot.“ Die Marx’sche Pointe lässt sich problemlos auf die Pegida-Bewegung, die jeden fremdenfeindlichen Vorwurf brüsk von sich weist, übertragen: Diese Menschen mit ihren schmierigen Parolen benehmen sich wie Rassisten, sie reden wie Rassisten, aber lassen wir uns nicht täuschen: Sie sind Rassisten. Die geistigen Brandstifter der Pegida behaupten sie wären das Volk. 1992, zur Zeit der Brandanschläge von Rostock-Lichtenhagen trieb es Millionen Bundesbürger zu Lichterketten auf die Straße. Danach war die Frage, wer das Volk ist, für einen größeren Zeitraum zurechtgerückt. Es braucht wieder die Millionen. Paris hat damit begonnen. Der Stuttgarter OB Fritz Kuhn hat am 5.1. auf dem Stuttgarter Schlossplatz, klar und unmissverständlich Stuttgart als offene, tolerante und den Fremden-willkommen-aufnehmende-Stadt positioniert und alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgefordert sich gegen jede Diskriminierung gegenüber Menschen anderer Kultur, anderer Religion und Hautfarbe, zur Wehr zu setzen. Stuttgart ist eine internationale Stadt. Wie sagte schon Friedrich Hölderlin vor zweihundert Jahren: Glückliches Stuttgart, nimm freundlich den Fremdling mir auf!  Schretzmeiers Vorwort Februar 2015 weiterlesen

Nach längerer Zeit wieder online: Der Theaterhaus Blog

Nachdem Ende 2014 der Theaterhaus Blog einem der vielen digitalen Angriffe zum Opfer gefallen ist, und in allen Beiträgen massenhaft Werbelinks für Designerschuhe, Luxushandtaschen und Kosmetikartikel eingeschleust wurden, mussten wir diese Informationsplattform leider offline setzen.
Es war viel Arbeit alles wieder auf die Reihe zu bekommen, aber jetzt ist es gelungen!
Ab jetzt finden Sie an dieser Stelle wieder viele nützliche Informationen rund ums Theaterhaus, skurrile Geschichten und und und.

SCHRETZMEIERS VORWORT 11//2014

Liebes Publikum!

Das Jahr ist fast vorüber, wir gehen in den  Endspurt. 97 Vorstellungen im November. Eine interessanter als die andere. Dem Kulturbegeisterten ein Festtagsschmaus, dem Kulturinteressierten ein üppiges Angebot, dem Kulturverweigerer ein Monatsprogramm, das ihn  schwach werden lässt.

Es beginnt mit der Schauspielproduktion , die sich seit der Premiere am 2.7.2011, zu einem Juwel in unserem Schauspielrepertoire entwickelt hat. 8 junge Schauspieler mit türkischen Wurzeln, die anderen vier mit dem Hintergrund Kasachstan, Eritrea, Liberia und Rumänien. Diese zwölf verhandeln im Stück das Schicksal eines puerto-ricanischen Jugendlichen, der zum Tode verurteilt werden soll. Die Intensität ihrer Darstellung macht aus diesem spannenden Text eine theatralische Preziose. Unbedingt empfehlenswert, Volkstheater in seiner besten Form. SCHRETZMEIERS VORWORT 11//2014 weiterlesen

TSCHICK – Die Geschichte geht weiter

Am letzten Donnerstag erschien – mehr als ein Jahr nach seinem Tod – das Romanfragment, in dem Wolfgang Herrndorf die Geschichte von Isa weiter erzählt.
Isa ist das Mädchen, das Tschick und Maik während ihres Roadtrips mit dem geklauten Lada auf den Müllbergen treffen. Tschick hält ihren Gestank nicht aus und findet, dass sie zu viel redet. Trotzdem wird Isa ein Teil ihrer Reise und sie und Maik kommen sich sogar etwas näher. Die drei versprechen einander, sich in 50 Jahren wieder auf der Müllkippe zu treffen. Dann trennen sich ihre Wege.
Jetzt erzählt Herrndorf in „Bilder deiner großen Liebe“ wie Isa sich weiter durchgeschlagen hat. Iris Radisch schreibt in der ZEIT: „Wolfgang Herrndorf hat sich in seinen letzten Lebensmonaten mit der verlorenen und wilden Isa seinen Schutzengel erschrieben.“ Diese Geschichte ist mit Sicherheit absolut lesenswert. Davor möchten wir Ihnen aber ans Herz legen, die wilde Isa, Maik und Tschick bei uns im Theaterhaus kennenzulernen und sich anzusehen, wie ihre Reise beginnt.

TSCHICK am 04.11. um 19.30 Uhr und am 05.11. um 19:45 Uhr im Theaterhaus! oder telefonisch unter 0711-4020720

25 Jahre "WAS HEISST HIER LIEBE?" im Theaterhaus

Am 4.10.1989 begann der Siegeszug dieser Schauspielproduktion im Theaterhaus.
Seither sind 7 Inszenierungen dieses Stückes gezeigt worden, immer in der Regie von Günter Brombacher. Über 250.000 Schülerinnen und Schüler haben in dieser Zeit “Was heißt hier Liebe?” gesehen, das Spiel um Liebe und Sexualität für Leute in und nach der Pubertät.

Das Jubiläumsprogramm:

  • Fr. 03.10.2014 um 17:30 Uhr

„WAS HEISST HIER LIEBE? – damals und heute“ – Podiumsgespräch
Mit:
Holger Franke (Autor WAS HEISST HIER LIEBE?, Gründer „Theater Rote Grütze“, Berlin)
Christian Schönfelder (Dramaturg JES, Junges Ensemble Stuttgart)
Christine Wellstein (Lehrerin Gottlieb-Daimler-Gymnasium Stuttgart)
Carla Willier (junge Besucherin vieler LIEBE-Inszenierungen)
Moderation: Jürgen Flügge (Regisseur, Co-Autor von WAS HEISST HIER LIEBE?)

  • Fr. 03.10.14 um 20.00 Uhr

Das Originalstück, live aufgenommen 1978 von Denkmal Filmgesellschaft München

Mit:
Ulrike Heider (Autorin „Vögeln ist schön“)
Johannes Gernert (Autor „Generation Porno“)
Dr. Reyhan Şahin („Lady Bitch Ray“)
Holger Franke (Autor WAS HEISST HIER LIEBE?, Gründer „Theater Rote Grütze“, Berlin)
Moderation: Christine Henning („Du bist kein Werwolf“, WDR)

  • Sa. 04.10.2014 um  20.15 Uhr

Die aktuelle Inszenierung des Theaterhaus Schauspielensembles
Regie: Günter Brombacher, Ausstattung: Gudrun Schretzmeier

  • Sa. 04.10.2014 um  22.30 Uhr

WAS HEISST HIER LIEBE?  – Die Party
Mit allen aktuellen und vielen ehemaligen Schauspielerinnen, Schauspielern und Musikern von „25 Jahre WAS HEISST HIER LIEBE? im Theaterhaus“

Wir freuen uns über jeden der kommt und wünschen viel Vergnügen!

Zu Besuch bei WALA in Bad Boll

Am Mittwoch den 17.September besuchten einige Mitarbeiter den Nachhaltigkeitspartner des Theaterhauses.
Wir bekamen die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen der  zu werfen, die unter anderem die Dr. Hauschka Produkte herstellt.

Der Heilpflanzengarten der WALA
Der Heilpflanzengarten der WALA

Zum Beginn der Veranstaltung und zur besseren Veranschaulichung wurde uns ein kurzer Informationsfilm zur WALA gezeigt. Wer oder was steht hinter dem Konzern? Wie sahen die Anfänge der Firma aus? Wie funktioniert die Herstellung? Und natürlich – Was macht die Produkte zu etwas Besonderem?

Danach folgte eine Führung durch den Heilpflanzengarten der WALA. Einer der Gärtner beschrieb die unterschiedlichen Pflanzennamen und deren Nutzung, erklärte die Anbautechniken und war für sonstige Fragen zur Stelle.

Die Theaterhaus Mitarbeiter während der Führung
Die Theaterhaus Mitarbeiter während der Führung durch den Garten

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden wir in die verschiedenen Facetten einer Dr. Hauschka Behandlung eingewiesen. Die unterschiedlichen Produkte wurden vorgestellt, ihre Anwendung erklärt und direkt an einer Theaterhaus Mitarbeiterin veranschaulicht. Vom wärmenden Fußbad, zur Gesichtsreinigung und -pflege bis hin zur entspannenden Lymphmassage war alles dabei.

Es war ein rundum gelungener Ausflug, mit neugewonnenen Erkenntnissen über die WALA und dem dringenden Wunsch bald selbst in den Genuss einer Dr. Hauschka Behandlung zu kommen.

Wir bedanken uns bei unserem Nachhaltigkeitspartner für diese Möglichkeit!

SCHRETZMEIERS VORWORT 10//2014

Liebes Publikum!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu – Hallo! Welcher Sommer ist gemeint? Dieses Jahr, letztes Jahr? Alle beide waren doch kein Sommer. Liegt da eine Verwechslung vor? Ist Dr. Sommer, der Aufklärungspapst von der „Bravo“ gemeint oder was? – Das Wetter ist gemeint, aber trotzdem schönen Dank für das Stichwort „Doktor“ Sommer. Ein schöner Übergang, beginnt der Monat Oktober doch programmatisch mit dem Theater- und Aufklärungsklassiker „Was heißt hier Liebe?“. 1976 vom Theater Grütze in Berlin uraufgeführt, begann dieses Stück 13 Jahre später, am 4. Oktober 1989, einen weiteren Siegeszug: 25 Jahre ununterbrochen im Theaterhaus-Spielplan. Sieben sich immer weiterentwickelten Inszenierungen entstanden in dieser Zeit im Theaterhaus. War das Original 1976 noch 3,5 Std lang, 1978 noch knapp 3 Stunden (diese Fassung wurde filmisch dokumentiert und wird am 3.10. als Film in Halle T4 gezeigt), ist heute die 7. Theaterhaus-Inszenierung gerade mal 100 Minuten lang. Für die erste TH-Fassung von „Liebe“ waren zwei Autoren des Stückes, Holger Franke und Günter Brombacher, verantwortlich, die weiteren sechs Inszenierungen wurden alle von Günter Brombacher realisiert. Günter ist vor zwei Jahren gestorben, aber seine Regiearbeit für „Was heißt hier Liebe?“ bleibt aktuell sichtbar, spürbar. Erlebbar für Sie, liebes Publikum am 4.10. in Halle T2. SCHRETZMEIERS VORWORT 10//2014 weiterlesen

Das Warten hat ein Ende – POPPEA//POPPEA auf DVD erhältlich

1Poppea_netNach der 3D Kinopremiere im Dezember letzten Jahres ist es nun endlich soweit:

Poppea//Poppea ist nun im freien Handel erhältlich. Dabei kann man wählen zwischen der DVD und der BlueRay für das Heimkino.

Kaufen kann man die glänzenden Scheiben an allen bekannten Stellen, sowie natürlich auch an der Theaterhaus-Kasse.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit Poppea//Poppea – diesmal nicht im Theaterhaus, sondern bei Ihnen auf der heimischen Couch!

"Peer" – noch bis Mitte September den Ausblick vom Weinberg genießen!

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Mitte Juli entstand im Rahmen des Projekts “platz de play” die Kunstinstallation “Peer”.

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“Peer” ist eine temporäre Installation, die von Jugendlichen der Acland Burghley School in London gebaut wurde. Ausgehend von gemeinsamen Ideen einer Gruppe des Jugendhauses Hallschlag in Stuttgart und aus St. Erme in Frankreich, lädt “Peer” zu neuen Perspektiven auf Stuttgart und seinen großen Weinberg am Pragsattel ein.

Die Eröffnung am 13. Juli fand bei fast perfektem Wetter statt und brachte den englischen Jugendlichen nicht nur den Stolz nach getaner Arbeit, sondern auch den Erstkontakt mit Stuttgarter Traubensaft und selbstgemachtem Zwiebelkuchen.

Das Wort “peer” spielt mit einer Doppeldeutigkeit: Es kann einerseits bedeuten, etwas anzusehen oder Ausschau zu halten. Gleichzeitig bezeichnet “peer” eine Gruppe von Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten, auch bekannt als “peer group”.

Das im Stuttgarter Weinberg am Pragsattel enstandene Kunstwerk erinnert zudem an ein Pier. Diese großen Hafensteege sind in England sehr häufig und werden vielerorts Orte für Freizeit genutzt, mit Restaurants und Spielplätzen. Das Stuttgarter “Pier” ragt nicht in die See hinaus, sondern in den Weinberg. Zu den Füßen rauschen keine Wellen, sondern Weinblätter im Wind.

Noch bis zum Ende der Schulferien am 14. September wird “Peer” im Weinberg stehen und freut sich auf Ihren Besuch!

Weg zum Peer

Den Weg zum Peer finden Sie hier – eine wunderschöner Spaziergang im Weinberg, der mit einem tollen Ausblick belohnt wird. (mit einem Klick auf die Karte kommen Sie zur Wegbeschreibung auf google maps).

“platz de play” ist ein internationales Kinder- und Jugendprojekt zwischen einem französischen, englischen und deutschen Team. Das Theaterhaus Stuttgart auf deutscher Seite Projektpartner und realisert “platz de play” gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhaus Hallschlag, dem Institut Francais Stuttgart und dem Stadtlabor Stuttgart. Das Projekt wird gefördert von “Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung” des BMBF.

Wir sind immer und überall!